Stoffspielereien im Jänner: Biesen

Nach links, nach rechts

Martina von Machwerke ist heute die Gastgeberin der Stoffspielereien zum Thema „Biesen“. Ich habe mir ein Buchkapitel vorgenommen und mit bunten Uni-Stoffen verschiedene Biesen ausprobiert. Das hat großen Spaß gemacht und macht definitiv Lust auf mehr!

Endlich habe ich mir das Buch „The Art of Manipulating Fabric“ von Colette Wolff zugelegt! (Das Buch ist zu beziehen über die Buchhandlung Eures Vertrauens.) Den alten, versierten Stoffspielerinnen brauche ich das Buch nicht zu erklären, die kennen das in- und auswendig: Martina Machwerke bezeichnet es sogar als ihre „Nähbibel“. Und tatsächlich ist das Buch der helle Wahnsinn, weil es sehr detaillierte technische Zeichnungen mit unzähligen genähten Beispielen kombiniert (alles schwarz-weiß fotografiert) und alle Techniken sehr ordentlich und systematisch auflistet. Was für eine Heidenarbeit da drin steckt! Die Erklärungen und Anleitungen zum Thema Biesen Nähen (engl. „tucking“) erstrecken sich über 38 Seiten. 38 Seiten! Ich sag‘ ja: Der Wahnsinn.

Als Biese bezeichnet man eine Stofffalte, die an ihrer Basis zusammengenäht ist. (Die Abgrenzung und Überlappung der drei Begriffe Biese, Paspel und Keder war hier bei mir übrigens schon mal Thema.)

Diesmal wollte ich vor allem einen Biesennähfuß in Kombination mit der Doppelnadel zum Biesen Nähen ausprobieren. Aus der Fülle des Buchkapitels habe ich mir vier kleinere Projekte ausgesucht und skizziert. So richtig spannend wird es für mich, wenn diese Falten nicht alle nur in dieselbe Richtung gehen, sondern durch zusätzliche Nähte mal links, mal rechts, oder sonstwie in der Gegend herumstehen.

Der Biesenfuß

Ein Biesennähfuß

Kleine Biesen kann man mit einer Zwillingsnadel und verstärkter Oberfadenspannung nähen, womit man absichtlich Falten in den Stoff macht. Eine bereits genähte Biese kann in einer Rillen des Biesenfußes laufen, und damit immer der gleiche Abstand zwischen den einzelnen Biesen gehalten werden. In diesem Video von Brother wird das schön gezeigt:

Sieht doch eigentlich ganz einfach aus.

Tests mit der Doppelnadel

Mit einer Doppelnadel habe bisher immer nur Säume an Jersey-Stücken genäht, meist mit der 4 mm breiten Nadel. Ich besitze aber Doppelnadeln in drei verschiedenen Breiten: 2,5 mm 4 mm und 6 mm.

Biesenfuß und Doppelnadeln 2,5 mm, 4 mm, 6 mm

Am gelben Stoff habe ich je 5 parallele Streifen im Abstand von 1 cm mit dem Trickmarker vorgezeichnet. Ich habe die Oberfadenspannung – wie empfohlen – ganz hoch geknallt. Aber selbst auf der höchsten Stufe hat es bei mir nicht geklappt, dass sich Falten gebildet haben. Ich habe es mit verschiedenen Fadenspannungen probiert, aber bei mir sind die Falten leider immer flach liegen geblieben.

Von links nach rechts mit der 2,5 mm, 4 mm, 6 mm Nadel: flach, flach, flach

Ich hab dann probiert, am Unterfaden zu ziehen, das hat teilweise funktioniert: Die Oberfäden werden zusammengezogen, und es bilden sich leichte Biesen. Dabei hilft, wenn man ein wirklich reißfestes Garn in der Unterfadenspule hat (was ich nicht hatte, daher manchmal gerissen). Bei den 6mm breiten Nähten ist dieses Ziehen am leichtesten gegangen und sind die Biesen am schönsten geworden, bei 2,5 mm war es am schwierigsten.

Bei den linken zwei Biesen habe ich den weißen Unterfaden straff gezogen, bei den drei rechten Biesen noch nicht.

So ganz zufrieden bin ich mit diesem Umweg natürlich nicht, denn die Nähte an der Basis der Biesen werden so nicht richtig fest. Ich weiß auch nicht: Ist meine Maschine zu alt, um das richtig einzustellen? (Aber Biesen werden doch schon ewig genäht, am Alter dürfte es eigentlich nicht liegen.) Oder was habe ich falsch gemacht? Hat jemand von Euch eine Idee, was ich noch ausprobieren könnte?

Deshalb hat dann auch die abschließende Reihe mit der 4 mm Doppelnadel, bei der ich wirklich den Biesenfuß als Abstandshalter verwendet habe, nur so funktioniert: Nähen – am Unterfaden ziehen – nächste Reihe nähen.

So sieht Versuch 1 am Ende aus, noch vor dem Bügeln: Durch das Ziehen am Unterfaden sind manche Biesen etwas zu sehr gerafft worden. Weil die Basis nicht ganz fix zusammengenäht ist, werden die Biesen auch beim Bügeln nicht ganz exakt. Hm.

Ergebnis: links Biesen mit Abstand vom Biesenfuß, die anderen drei Gruppierungen jeweils entlang von Linien mit 1 cm Abstand

Doppelte zentrale Biesen

Dazu werden zwei Nähte parallel zu einer Bruchkante gemacht, die Falten auseinander und übereinander gebügelt (das ist ein bisschen frickelig inklusive der Gefahr, sich dabei die Fingerspitzen zu verbrennen), und anschließend mit einem Zierstich in der Mitte gesichert. In Ermangelung von Zierstichen auf meiner Maschine habe ich mit Geradstich bzw. Zickzack gesichert.

Biesen im Karo

Im Buch sehr gut gefallen haben mir auch verschieden breite Biesen, die im rechten Winkel zueinander genäht wurden. Mein grünes Stoffstück war zu zu Beginn 43×40 cm groß, am Ende 28×19 cm. Ich finde es schon immer wieder erstaunlich, wie sehr ein Stoffstück durch die Biesen schrumpft.

Die erste Reihe habe ich jeweils im Abstand 3 – 3 – 1 – 3 – 3 – 1 usw. Zentimeter genäht.

Die breiten Biesen sind mit der normalen Nadel, die schmalen mit der 6 mm Doppelnadel genäht.

Beim Wechseln von der Doppelnadel zur normalen Nadel ist mir erst aufgefallen, dass der Biesenfuß einen breiteren Durchlass für die Nadel hat als der gewöhnliche Zickzackfuß! Bei meinem normalen Nähfuß wäre es mit der 6 mm Doppelnadel etwas eng zum Durchtreffen geworden.

Biesenfuß und Standardfuß: Der Biesenfuß hat einen breiteren Durchlass für die Nadel

Für die Querreihe habe ich anschließend noch einmal dieselben Abstände (3 – 3 – 1 cm) markiert und genäht. Ich mag das Muster ziemlich gern, aber das nächste Mal nehme ich einen Faden in der Stofffarbe. Ich dachte, eine Kontrastfarbe für die Nähte wäre eine gute Idee, aber Ton in Ton würde mir besser gefallen, weil dann die Biesen mit ihrem Schattenspiel für sich alleine wirken könnten.

Das fertige Biesen-Karo

Biesenwellen

Und abschließend habe ich noch ein Muster probiert, das ich schon öfter gesehen habe und ganz toll finde: Ich nenne es die „Biesenwellen“. Dafür wird quer über gleich breite Biesen genäht, und die Biesen werden abwechselnd zur einen und zur anderen Seite gelegt.

Diese Art gefällt mir richtig, richtig gut. Damit werde ich sicher noch einmal ein größeres Projekt machen.

 

Das war’s! Ich freu mich sehr, dass ich endlich einmal den Biesenfuß ausprobiert habe und werde die entstandenen Experimente zu weiteren Federpennalen verarbeiten. Ich fände auch die kleinen Biesen mit dem Biesenfuß und der Doppelnadel sehr reizvoll, wenn sie funktionieren würden. Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich?

 

Jetzt verlinke ich meinen Beitrag – heute spät aber doch – bei Martina Machwerke, die die heutigen Biesen-Experimente sammelt, und bin schon sehr gespannt auf die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen. Schaut unbedingt rüber zu Martina, es lohnt sich immer!

Im Februar geht’s dann weiter mit dem zum Fasching passenden Thema „Gesichter“ bei Susanne Nahtlust, wir treffen uns wie immer am letzten Sonntag im Monat. Vielleicht bist Du beim nächsten Mal auch dabei?

Die Stoffspielereien

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.

Die nächsten Termine:

25.02.2018: „Gesichter“ bei Nahtlust
25.03.2018: „Falten“ bei Schnitt für Schnitt
29.04.2018: „Schlipse“ bei FeuerwerkbyKaze
27.05.2018: „Japan“ bei madewithbluemchen
24.06.2018:  (Thema noch offen) bei Nahtzugabe

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findet Ihr bei „Siebensachen zum Selbermachen“. Meine Beiträge zu den Stoffspielereien sind hier versammelt.

26 comments

  • Pingback: MAmina in braun | made with Blümchen

  • Danke für diesen ausführlichen und anschaulichen Post. Man merkt wie begeistert und systematisch du das Thema umgesetzt hast. LG Ute

  • Eine wundervolle Stoffspielerei – nein, eine Stoffspielstudie! Die wellenformig übernähten Biesen sind auch einer meiner Favoriten. Zu den Biesen mit Zwilingsnadel kann ich zwar nicht die Sicht einer gelernten Schneiderin beitragen 😉 aus meiner (Ingenieurinnen-)Sicht glaube ich jedoch, dass sie praktisch auch nicht längerfristig stabil sind, wenn der Unterfaden für die Standfestigkeit so straff gespannt wird. Spätestens bei stärkeren Tragebelastungen kann der Faden reißen. Ich glaube jedoch, dass diese mit der Zwilligsnadel genähten Biesen gar nicht den Anspruch haben, so aufrecht zu stehen, wie die klassisch genähten Biesen. Die Fotos in Singer „Stoffmanipulation“ zeigen sie als leichte Welle und beschrieben werden sie als „Wulst“. Liebe Grüße!

    • Danke für Deinen ausführlichen Kommentar! Eine ansonsten stille Leserin hat mir ein E-Mail geschrieben und jede Menge Unterlagen geschickt, die ich jetzt erst nach und nach durchlesen muss. Erstes Resumée: Die Leute vom Fach unterscheiden zwischen Biesen und Falten. Sie schreibt: „Biesen sind immer sehr schmal, meistens mehre Reihen nebeneinander und haben oft einen Einlauffaden und sind nur bei dünneren Stoffen möglich. Falten sind etwas breiter, können nach rechts, links oder in die Mitte gebügelt werden. Falten lassen sich in alle Stoffe legen.“ Also sind das, was ich eigentlich immer als Biesen betrachtet habe, eigentlich Falten. Ich werde das weiter verfolgen und wieder berichten! lg, Gabi

  • Gabriele Bach

    Hallo Gabi,
    mit den Biesen habe ich die gleichen Probleme wie Du. I.d.R. mache ich die Unterfadenspannung sehr streng und nehme eine der breiteren Zwillingsnadeln. Trotzdem bin ich direkt nach dem Nähen nie ganz zufrieden mit dem Effekt. Aber wenn man Wochen oder Monate später draufschaut fallen die Biesen doch auf und wirken klasse. Ich habe die Biesen in einigen meiner Quilts verwendet.

    • Hallo Gabriele, danke für Deine Rückmeldung! Ich werde es noch einmal mit noch strafferer Unterfadenspannung probieren. Meine Maschine ist so alt, ich hab da nur eine Spulenkapsel, an der ich ein Schräubchen drehen muss, und mir wäre vorgekommen, dass der Unterfaden eh schon sehr straff rauskommt. Mich irritiert auch, dass es überall heißt, man soll die Oberfadenspannung hochdrehen? Egal. Das war sicher nicht mein letztes Experiment mit Biesen, weil ich die einfach unheimlich gerne mag, vor allem an leichten Sommerblusen! Liebe Grüße, Gabi

  • Das ist sehr spannend zu lesen, für mich totales Neuland und diese Wellenbiesen sind großartig. So ein Technikhandbuch wäre was für mich – ich bin doch eher immer verkopft. Toll was du alles ausprobiert hast. LG Ingrid

    • Danke liebe Ingrid! Das Buch ist wirklich toll, aber ohne Stoffspielereien würde ich mich wahrscheinlich eher nicht hinsetzen und einfach so herumprobieren. Die Stoffspielereien bieten immer den perfekten Anlass dafür! lg Gabi

  • Ein interessanter, ausführlicher und gut gebilderter Post, danke dafür! Ich habe mich nicht nur in das Buch verliebt, das ich noch nicht kenne, sondern auch in Biesen auf gelbem Stoff. Das musst Du, wenn Du mit der Fadenspannung klarkommst, unbedingt wiederholen, das sieht so schön aus!

    • Dankeschön, das werde ich gerne wiederholen! Du kommst aus der Architektur, nicht wahr? Ja, ich könnte mir gut vorstellen, dass Dir das Buch mit seinen vielen sorgfältigen und exakten technischen Zeichnungen liegt. lg, Gabi

  • Liebe Gabi,
    ich bin ja mit der Zwillingsnadel auch gescheitert – daher bin ich ebenso wie du auf Tipps angewiesen.
    Meine Mutter hatte an ihrer alten Maschine einen Fuß, durch den man unten einen Einlegefaden fädeln konnte, da hätte man dann gleich problemlos einen dünnen Einlegefaden für die Zwillingsnadel. Vielleicht komme ich da mal wieder dran.
    Bei allen Stoffspielereien diesen Monat gefallen mir die hin und her festgenähten (Wellen) Biesen sehr – auf Deinem Täschchen kann ich mir die gut vorstellen.
    Liebe Grüße
    Ines

    • Liebe Ines, ich hatte zwar auch meine Unterfadenspannung erhöht, aber vielleicht doch zu wenig. Eine andere Mitspielerin hat in einem Kommentar geschrieben, dass sie schon öfter unabsichtlich „Querbiesen“ beim Säumen von Jersey produziert hat: Das kenne ich auch, und da war immer der Unterfaden schuld, zu gespannt. An meinem Stoff kann es denke ich auch nicht gelegen sein, der war dünn genug. Ich habe den Verdacht, dass sich die Oberfadenspannung bei meiner Maschine einfach nicht gut einstellen lässt.
      Unter meinen noch nicht vorgestellten Nähfüßchen befindet sich auch ein „Kordelfuß“ mit einer Führung für sogar drei dünne Kordeln. Ah, ich muss endlich die noch fehlenden Teile 3 und 4 des Nähfüßchen Reports fertigstellen! Das ist jetzt ein neuer Anreiz.
      lg, Gabi

  • Stoffspielereien par excellence: ein Stück Stoff nehmen und ausprobieren, was geht. Und auch spannend für uns, die Ergebnisse zu sehen. Zu deinem Problem mit den Zwillingsnadeln kann ich keinen Rat geben, aber mir ist das schon oft aufgefallen, dass dadurch eine andere Art von Biesen entsteht. Ganz flach ist natürlich doof, man könnte noch mit Schnur mitlaufen lassen (wie bei Machwerke) oder mit einem dicken Faden als Unterfaden experimentieren. LG Christiane

    • Ja, ich denke ich probiere das mal, dass ich eine Schnur mitlaufen lasse wie Machwerke. Ist zwar auch nur behelfsmäßig, aber wahrscheinlich besser als nichts. Ich sehe schon: Diese Stoffspielerei wird wahrscheinlich ein Nachspiel haben bei mir! lg, Gabi

  • Bewundernswert wie akribisch systematisch Du dieses Projekt durchgezogen hast. So sammelt man sicher am meisten Erfahrungen und lernt die Möglichkeiten der Maschine und von Zubehör kennen.
    Die Zwillingsnadel verwende ich meistens zum Umnähen von Jerseykleidung als Coveralternative. Da sind Erhebungen zwischen den Zwillingsnadelbahnen nicht erwünscht. Deshalb verwende ich eine zweite Unterfaden-Spulenkapsel mit gelockerten Fadenspannung. So vermeide ich ständiges neu Einstellen.
    Für Deinen Wunscheffekt müsste der Unterfaden straffer gestellt sein.
    LG Ute

    • Liebe Ute, ich habe die Zwillingsnadel bisher auch „nur“ zum Säumen von Jerseykleidung verwendet, da aber gerne und inzwischen sogar routiniert. Ich hatte den Unterfaden bei den Experimenten hier auch schon straffer gestellt, aber vielleicht noch zu wenig straff. Vielleicht gehe ich aber auch von falschen Vorstellungen aus, und eine mit der Doppelnadel genähte Biese kann an der Basis nie so fest zusammenhalten wie wenn ich eine „normale“ Biese mit einer seitlichen Naht nähe? Ist eine gelernte Schneiderin unter uns, die diese Frage beantworten kann? lg, Gabi

  • Füll deine Biesen mal mit einem Baumwoll-Topflappengarn, dann wird das zuverlässig plastisch und bekommt auch noch Stabilität. So ein Silikonröhrchen is ja schnell montiert 🙂
    Ansonsten vielleicht ein Bauschgarn als Unterfaden? Oder bei dickeren Stoffen ein Gummifaden wie beim Smoken?

    • Die Idee mit dem Silikonröhrchen ist Klasse. Für den Sommer brauche ich wieder Biesen-Blusen aus feinem weißen Baumwollstoff. Ob da das Topflappengarn nicht zu sehr aufträgt, was meinst du? Ach, so viele Anregungen! Die Liste der noch auszuprobierenden Varianten wird immer länger! lg, Gabi

  • Liebe Gabi,
    nochmal ich. Das hat mich eben nicht losgelassen und ich hab mal selber ein paar Biesen mit der Zwillingsnadel gemacht. Dabei habe ich die besten Ergebnisse unter den folgenden Bedingungen erreicht:
    größte Breite der Zwillingsnadel (6mm), Höchste Oberfadenspannung, und einen Paspelfuß mit Rille, welcher der Falte die Möglichkeit gibt, sich nach oben zu falten. Auch wenn die Rille des Paspelfußes nicht in der Mitte sitzt, geht das bei einer sehr breiten Nadel gut. Mit 2mm wäre das nicht gegangen, weil die Doppelnaht dann nicht in die Rille gerutscht wäre.
    Zusätzlich habe ich meiner Maschine vercshwiegen, dass eine Zwillingsnadel drin ist. Das ist für Dich aber nicht so relevant, weil Du das sicher nicht einstellen kannst.
    Vielleicht hilft Dir der Tipp mit dem Papselfuß Ich denke, je mehr Raum die Falte hat, sich zu bilden, desto besser.
    LG MAreike

    • Ach großartig, dass Du Dich auch gleich hingesetzt hast! Das mit dem Paspelfuß ist sicher eine Variante, erklärt aber noch nicht, warum im Video mit dem Biesenfuß eine eindeutige Biese entsteht und bei mir nicht. Unterfadenspannung erhöhen ist das eine, was ich ausprobieren werde. Und Biese füllen das andere. lg, Gabi

  • Liebe Gabi,

    wirklich tolle Experiemente, an die Du Dich gewagt hast. Dabei kribbelt es mir sofort in den Fingern und ich möchte mitmachen. Aber ich bin hier immer noch am Aufräumen und Abarbeiten. Trotzdem, es gefällt mir richtig gut, was Du da gemacht hast und auch, was Du an Fehlschlägen zeigst. Das ein oder andere kann ich mir sehr gut an einem Federmäppchen vorstellen.
    Ich wollte da ja sowieso mal ran, vielleicht mach ich das tatsächlich mit Biesen.

    LG Mareike

  • Das nenne ich mal ausführlich, Gabi! Und ich bin jetzt etwas neidisch auf dein Buch, vielleicht sollte ich mir die Bibel auch mal anschaffen… aber nein… habe erst kürzlich ein neues Buch gekauft und andere liegen hier noch zum Lesen, Blättern, Tun 🙂 Deine Experimente und Tests finde ich jedenfalls super und sehr spannend zum Verfolgen. Danke für die Versuche!
    LG. Susanne

    • Liebe Susanne, du hast ja jetzt ein ganzes Jahr Zeit: Nimm Dir ein Herz und leg Dir das Buch zu, es ist so inspirierend, was Colette Wolff alles aus gewöhnlichem weißem Mousselin gezaubert hat! Danke fürs Kompliment – ich wiederum finde Deine Biesen-Landschaft unglaublich toll. Schaut aus wie ein verkarstetes Gebirge, vielleicht aber auch im Himalaya, über der Baumgrenze… lg, Gabi

  • Hallo Gabi!
    Da hast du dich ja wieder einmal toll gespielt. Faszinierend zu welchen Ergebnissen du immer wieder kommst.
    LG Karin

    • Danke Karin! Dabei war es nicht mal besonders anspruchsvoll, lauter gerade Nähte zu nähen. 😉 Aber lustig war’s, und ohne den Anlass der Stoffspielereien hätte ich es sicher nicht gemacht.

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