Stoffspielereien im Februar: Gesichter

Mit dem Thema „Gesichter“ sind die Stoffspielereien im Februar zu Gast bei Susanne Nahtlust. Zum Anlass habe ich endlich einmal Lavendeldruck ausprobiert, aber es hat nicht funktioniert.

Lavendeldruck

Seit Längerem schon bewundere ich die zahlreichen hübschen Ergebnisse des Lavendeldrucks bei anderen, zum Beispiel die Igel bei creativlive, ein Mandala bei green bird, eine Kornähre bei naehzimmerplaudereien oder Modezeichnungen von Chanel in bunt und schwarz-weiß bei SiebensachenMommymade berichtet von einer mittelguten Erfahrung: Man müsse schon sehr fest rubbeln, und der Lavendelgestank verlasse die Wohnung lange Zeit nicht. Sie rät dazu, draußen zu lavendeln; das ist mir derzeit zu kalt.

Zum Transfer von Bildern auf Stoff gibt es einige Möglichkeiten, die als „Umdruck“ bezeichnet werden. Jeromin schreibt in einem sehr detaillierten und anschaulichen Artikel zum „Lavendel-Umdruck“, dass Lavendelöl im 19. Jahrhundert ein gebräuchliches Lösungsmittel war. Nitroverdünnung geht auch, zebra spider hat „Nitrofrottage“ im Vergleich zu Lavendeldruck getestet, wobei Lavendel bei ihr als Sieger hervorgegangen ist. Im Prinzip geht es darum, das Tonerpulver vom Ausdruck eines Laserdruckers zu lösen und mittels Druck (pressen, rubbeln) auf einen Stoff zu übertragen.

Zutaten: Ausdruck, Öle, Stoff, weiteres Papier als saugende Unterlage sowie ein Falzbein.

Ein Haken: Ich vertrage den Lavendelgeruch nicht gut, schon gar nicht in hoher Konzentration. Ich hatte aber gelesen, dass auch mit Orangenöl brauchbare Ergebnisse zu erzielen wären, also habe ich zwei kleine Fläschchen besorgt. Auf beiden befinden sich Warnhinweise, dass die Flüssigkeiten umwelt- und gesundheitsgefährdend sind. (Aber jedenfalls weniger schädlich als z.B. Nitroverdünnung.)

Gefahrenhinweise auf ätherischem Lavendelöl und Orangenöl

Erkenntnis Nr. 1: Ich habe die Vorlage nicht gespiegelt. Anfängerfehler…

Erkenntnis Nr. 2: Das Öl lieber länger als kürzer ins Papier einziehen und wirken lassen. Ich habe nach ca. 5 Minuten zu rubbeln begonnen, aber selbst dann und auch nach noch längerer Zeit hat sich auch mit viel Druck nicht sehr viel von der Farbe gelöst. Liegt es am Öl? Liegt es am Drucker? Ich habe gelesen, dass unterschiedliche Lavendelöle unterschiedlich gut funktionieren, und dass man den Ausdruck am besten im Copyshop anfertigen lassen soll. Liegt es an meiner Ungeduld? Oder hätte ich lieber die runde Seite eines Löffels anstelle des Falzbeines zum Rubbeln verwenden sollen?

Bunter Ausdruck mit Lavendelöl gerubbelt: Ein bisschen was sieht man

Erkenntnis Nr. 3: So ölgetranktes Papier hält ganz schön viel aus, zwei Rubbelungen nämlich, bevor es reißt. Aber bei mir ist leider das Papier gerissen, bevor der Abdruck deutlich wurde. Zusätzlich hat sich das Papier durch das Rubbeln ganz schön gewellt, sodass ein scharfer Abdruck wahrscheinlich auch gar nicht möglich geworden wäre, wenn sich die Farbe besser gelöst hätte.

Das Papier reißt nach zwei Mal drüber rubbeln.

Meine Erkenntnis: Ich könnte mit anderen Lavendelölen und Ausdrucken von anderen Laserdruckern experimentieren, aber im Grunde bin ich wahrscheinlich einfach zu ungeduldig für diese Technik.

Schwarz-weiß Ausdruck mit Lavendelöl gerubbelt: geht gar nicht.

Bunter Ausdruck mit Orangenöl gerubbelt: geht noch weniger

Kreativstoff

Um für meine Jahresaktion #tischichdeckdich aber noch ein Ergebnis zu bekommen, habe ich das Motiv dann auf einem Kreativstoff von Prym ausgedruckt und zum Tablett-Set verarbeitet. (Vier Blätter waren noch übrig, nachdem ich vor einiger Zeit die Saumbügelhilfe von Schneiderherz fabriziert habe.) Der Kreativstoff ist ein dünner Baumwollstoff auf einem Trägerpapier. Mit einem Tintenstrahldrucker wird direkt auf den Stoff gedruckt (der wahrscheinlich imprägniert ist), dann mittels Bügeln die Farbe fixiert und noch im sehr heißen Zustand das Trägerpapier abgezogen. Das Ergebnis wird toll: Der Druck ist so fein wie Scan und Drucker es zulassen (also sehr fein) und laut Verpackung auch waschbar – wobei ich noch nicht gewaschen habe.

Ausdruck auf Kreativpapier und Stoff für die Rückseite des Tablett-Sets

Den Ausdruck habe ich mit einem Stoffrest für die Rückseite und einer Schicht Thermolam dazwischen verstürzt, danach rund um jede Briefmarke ein wenig gequiltet, damit sie wieder einen Rahmen bekommt.

Tablett-Set fertig

Wir servieren unseren wunderbaren Mailänder Kaffee immer auf kleinen Metalltabletts, und da braucht es eine Unterlage, damit Kaffeetasse und Wasserglas nicht verrutschen. Normalerweise verwenden wir dafür eine kleine Serviette, aber dieses Jahr werde ich sicher noch einige Stoff-Untersetzer fabrizieren!

Wobei ich jetzt mit den Bildern feststelle, dass die bunte Rückseite viel besser wirkt als die Vorderseite mit den Briefmarken…

Gesichter

Ach ja, zum eigentlichen Thema habe ich noch kein Wort verloren: Die Frauenportraits stammen aus meiner Briefmarkensammlung aus den 1980er-Jahren. Eine meiner Tanten hat damals in Zell am See im Tourismusbüro gearbeitet, wo postalische Urlaubs-Anfragen aus der ganzen Welt eintrafen; sie hat mir häufig Briefmarken mitgebracht. Diese – im Wasserbad vom Umschlagpapier gelöst, getrocknet, gepresst und fein säuberlich nach Ländern und Themen sortiert – habe ich mir immer sehr gerne angeschaut und dabei von fernen Ländern geträumt. Für das heutige Thema habe ich mir einige Frauenportraits auf europäischen Briefmarken herausgesucht. Viele Frauen waren es nicht, unter den zahlreichen Männerportraits der Sonderbriefmarken.

Ich bin schon sehr gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen gezaubert haben! Das Thema ist diesmal so offen, da sind sicher sehr unterschiedliche Dinge herausgekommen. Schaut unbedingt rüber zu Susanne, die heute die Ergebnisse sammelt.

Am letzten Sonntag im März geht es mit den Stoffspielereien weiter zum Thema „Falten“ bei Schnitt für Schnitt. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht!

Die Stoffspielereien

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch!

Die nächsten Termine:

25.03.2018: „Falten“ bei Schnitt für Schnitt
29.04.2018: „Schlipse“ bei FeuerwerkbyKaze
27.05.2018: „Japan“ bei madewithbluemchen
24.06.2018:  (Thema noch offen) bei Nahtzugabe

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findet Ihr bei „Siebensachen zum Selbermachen“. Meine Beiträge zu den Stoffspielereien sind hier versammelt.

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31 comments

  • Uff, das ist ja entmutigend mit dem Lavendeldruck. Sowohl die Ergebnisse als auch der Umweltaspekt als auch der Gedanke an den Geruch, puh! Aber Deine Lösung mit dem Drucken ist dann ja am Schluss doch echt schön geworden!

    • Liebe Maike, dass der Druck so gar nicht funktioniert hat könnte daran liegen, dass wir die Ausdrucke extra am „guten“ Laserdrucker im Büro meines Mannes gemacht haben. Es kann sein, dass je nach Marke des Druckers, der Toner mehr oder weniger am Papier fixiert wird und sich dann halt schlechter oder besser wieder löst. In diesem Fall: guter Drucker, schlechte Lösung? Das werde ich tatsächlich noch einmal ausprobieren, mit einem anderen „schlechteren“ Ausdruck. Weil ich bin total neidisch auf die schönen Ergebnisse, die andere erzielt haben, und möchte das AUCH haben! TROTZ bestialischem Gestank! 😉 lg, Gabi
      PS: Vom Umweltaspekt her ist das Lavendelöl immer noch besser als Nitroverdünnung. Es ist einfach falsch zu glauben, nur weil es ein pflanzliches Produkt ist, wäre es auch harmlos! Die Menge macht das Gift, sagte schon Paracelsus, und es gibt ja auch hochgiftige Pflanzen – natürlich gewachsen hin oder her.

  • Dein erstes Experiment erinnert mich an meine Schulzeit, da haben wir Zeitschriftenbilder mit dem Fleckenmittel Nuth gespiegelt auf anderes Papier übertragen.
    Freut mich, dass Dein 2. Experiment gelungen ist. Ich drücke Dir die Daumen, dass es waschbeständig ist. Das würde mich interessieren, wie gut es waschen aushält.
    LG Ute

    • Ja, ein Fleckenmittel muss ja per irgendwelche Lösungsmittel enthalten. Das hat sicher auch unheimlich „angenehm“ gerochen? Wie gut es Waschen aushält, kann ich nächstes Wochenende berichten: Der Untersetzer war in Gebrauch und hat einige Flecken abbekommen, das passt ja gut. lg, Gabi

  • Liebe Gabi!
    Erstmals möchte ich mich noch einmal für den netten Nächmittag letzte Woche bedanken! Schön, dass ich Dich persönlich kennenlernen durfte!
    Mir ist dann noch was zum Drucken auf Stoff eingefallen: Ich hab den Stoff damals vorher imprägniert, mit selbstgemischtem „Buble Jet“ – Anleitung gibts z.B. hier: https://www.craftster.org/forum/index.php?topic=129537.0 (war nicht sehr aufwändig/kompliziert).
    Ich habe damals Mugrugs genäht (https://rundundeckig.blogspot.co.at/2015/01/weihnachtsnachlese-teil-2-mugrugs.html), inzwischen meinen schon gewaschen, da ist das Schwarz fast verschwunden – obwohl ich es definitiv nach dem Drucken gebügelt habe, weil ich ja Vliesofix draufgebügelt habe…
    Bin schon gespannt, ob Du das mit dem Lavendeldruck noch einmal probierst 😉

    Ganz liebe Grüße,
    Babsi

    • Ich glaub schon, dass ich den Lavendeldruck mit einem Ausdruck von einem „schlechteren“ Drucker noch einmal probiere. Danke für die Hinweise auf selbst gemachten „Druckstoff“ und Deine Mugrugs mit den Sprüchen finde ich witzig. Schön, dass wir uns jetzt auch persönlich kennen! Ich mag es sehr, wenn ich ein Gesicht und eine Stimme zu den Blogposts habe. lg, Gabi

  • Von Lavendeldruck hatte ich bisher noch nichts gehört und bin jetzt sehr neugieirg – denn ich liebe Lavendel im Gegensatz zu Dir sehr. Zu viel Lavendel geht überhaupt nicht 😉
    Auch wenn es mit dem Öldruck nicht geklappt hat: deinen fertigen Untersetzer finde ich toll und ich finde auch die Briefmarkenseite richtig schön.

    • Hallo Lara, eine Freundin hat gemeint, vielleicht war der Laserdrucker, auf dem ich die Bilder ausgedruckt habe „zu gut“, sprich: Es gibt Laserdrucker, die den Toner stark am Papier fixieren. Ich glaube, ich gebe dem Lavendeldruck noch einmal eine Chance und probiere es mit einem Ausdruck von meinem alten Laserdrucker zu Hause. lg, Gabi

  • Ohoh, du bist mit deiner Lavendelabneigung nicht allein, mir wird da fast schlecht bei dem Geruch.
    Schon allein deshalb würde ich das nicht ausprobieren und finde das mit dem Orangenöl spannend und auf jeden Fall besser riechend….
    Schön dass du da eine ganze Reihe an Alternativen ausprobiert hast, Bildtransfer kann man ja immer mal brauchen!

    • Ja, nur leider hat das mit dem Orangenöl nicht geklappt, außer dass der Stoff sich orange verfärbt hat (was aber beim Waschen wieder rausgegangen ist). Bildtransfer ist klasse. Als nächstes probier ich dann mal aber Heat’n bond. lg, Gabi

  • Ein interessanter Beitrag! Ich lese immer gern von solchen Experimenten und auch davon, was nicht funktioniert hat. Der Briefmarkenuntersetzer ist sehr hübsch geworden.
    Den Kreativstoff kannte ich noch gar nicht – damit lässt sich ja wirklich einiges anstellen…

    • Ja, das Potenzial des Kreativstoffes habe ich erst jetzt so richtig erkannt. Ganz billig ist er nicht, aber für spezielle Projekte lohnt sich die Investition find ich schon. Deine reduzierte Stickerei finde ich ganz großartig! lg, Gabi

  • Schade das es nicht besser geklappt hat mit deinen Versuchen, erinnert mich irgendwie an meine vielen Stunden in irgendwelchen Chemielaboren … hihi, ich hätte es wohl am ehesten mit Nitroverdünnung probiert … ich habe eine Idee welcher chemische Stoff das sein muss, damit es klappt – ich werde morgen mal versuchen was nachzulesen, vielleicht kann ich dir dann einen Tipp geben wie du es noch probieren kannst. Die Idee mit den Briefmarken finde ich sehr lustig – mein Vater ist bis heute ein passionierter Sammler, was ich gruselig finde, aber doch habe ich alles was ich über Geschichte und Geographie weiß bestimmt größenteils vom Betrachten der Markensammlung und dem Nachschlagen in Lexika und Atlanten … ich glaube ich muss mein Kind auch mal damit vertraut machen was es auf Briefmarken so zu sehen gibt :-). Das Set auf dem Tablett gefällt mir mit beiden Seiten oben. Liebe Grüße Ingrid

    • Ja, nachschlagen, gerne! Ich habe schon zwei Chemiker/innen in meinem Bekanntenkreis versucht zu löchern, aber bislang erfolglos. Ich bin echt neugierig, was da chemisch abläuft, also freu ich mich, wenn Du was rausfindest!
      Aus meiner Briefmarkensammlung wird noch das eine oder andere Projekt heuer entstehen! Da sind noch andere Schätze drunter, für mich. lg, Gabi

  • Meine Öl-Druck-Versuche sind schon eine Weile her… ich hab das unter nciht-verfolgenswert im Kopf abgeseichert.
    Marken-Gesichter… was für eine feine Idee!!!
    Schön ist es geworden!

    • Nicht verfolgenswert, wirklich? Das finde ich ja jetzt total spannend, dass von den Kommentierenden bislang niemand ganz begeistert und überzeugt vom Lavendeldruck ist und mir Tipps geben kann, wie es besser gehen könnte… lg, Gabi

  • Schöne Briefmarkenschätzchen hast du da, das birgt viel Potential!
    Es gibt ja Anleitungen, wie man Stoff mit Sprühkleber auf Papier bringt und dann durch den Drucker jagt – das sieht in der Beschreibung auch alles mega-einfach aus, aber bei mir ist es gründlich schiefgegangen. Alles verknuddelt und großer Papierstau, ich hatte große Mühe, den Stoff wieder aus dem Drucker zu holen. Für solche Aktionen ist dieser fertige Kreativstoff ein interessantes Produkt, kannte ich noch nicht.
    Auf jeden Fall bin ich sicher, dass die Unterseite zwar von weitem effektvoller ist, die Oberseite dafür viel spannender ist und voller Gesprächsstoff steckt. LG Christiane

    • Ja, mit den Briefmarken hab ich dieses Jahr noch zumindest ein anderes Projekt vor! Stoff im Drucker verhaspelt ist wahrscheinlich eher gruselig, dafür muss man bei diesem hier sich tatsächlich ein wenig die Finger verbrennen – nur wenn es noch sehr heißt ist, lässt sich das Papier wirklich gut ablösen. Mit den Gesprächsthemen hast du sicher Recht, davon gibt es mehr auf der Oberseite. Ursprünglich wollte ich alte Familienfotos auf einen Tischläufer bringen. Das werde ich auch noch machen, aber für uns behalten. Die geben sicher noch mehr Gesprächstoff! lg, Gabi

  • Da hast du wirklich viel versucht und viel gelernet. Lavendeldruck wollte ich eigentlich auch immer mal probeiren, weil Bildtransfer sehr spannend ist,. Was mich überrascht hat, das die Öle nicht umweltfreundlich sind, dachte ich doch perse bis heute, dass Öl aus Pflanzen grundsätzlich natur ist.
    Auch hätte ich angenommen, dass eintlich Tintenstrahl der richtige Drucker ist, weil doch bei ihm viel mehr Pigmente zum Einstaz kommen, die gelöst werden könnten.Könnte das ein Grund sein?
    Die Briefmarkenidee hast du aber trotzdem noch gut gelöst und ich weiß gar nicht wo meine Sammlung abgeblieben ist. ich habe Trachten gesammelt aus aller welt. mein Opa war Philatelist und hat das natürlich sehr befördert.

    viele Grüße, Karen

    • Liebe Karen, dieses Öl wird ja industriell gewonnen. Ich habe mir den Wikipedia-Eintrag zu Lavendelöl durchgelesen, weil ich wissen wollte, was genau – also chemisch betrachtet – aus dem Lavendelöl was aus dem Druckertoner löst, weil ich also herausfinden wollte durch welche andere Lösung ich den Lavendel vielleicht ersetzen könnte. (Weil ich Lavendel wirklich wörtlich „nicht riechen kann“.) Bei den Inhaltsstoffen des Lavendelöls stehen die Bestandteile dabei, und wie die auch chemisch ersetzt werden können.
      In allen Anleitungen wird ausdrücklich empfohlen, Ausdrucke von Laserdruckern zu verwenden und nicht von Tintenstrahlern. Ich nehme mal an, weil die Tinte zu stark ins Papier einzieht und nicht so auf der Oberfläche haftet wie der Toner, der laut Wikipedia aus Kunstharz, Pigmenten und magnetisierbaren Metalloxiden besteht.
      Ich hoffe, Du findest Deine Sammlung wieder. Meine Alben habe ich erst vor Kurzem wieder geöffnet und als richtigen Schatz wieder entdeckt! lg, Gabi

  • Liebe Gabi,
    als ich es mit dem Lavendeldruck ausprobierte, habe ich mir extra einen „virtuellen“ Drucker installiet, um spiegelverkehrt auszudrucken und bin dann mit diesem spiegelverkehrten Ausdruck zum Copyshop. Damit gab es zwar einigermaßen brauchbare Ergebnisse, aber mit den vielen Briefmarken bist Du recht ambitioniert gestartet. Ich fand den Geruch auch recht intensiv – die Jungs fanden ihn penetrant.
    Dein Ergebnis mit dem Kreativstoff ist super sauber! Dass sich das so genau abzeichnet, da tun sich ja Ideen auf!
    Deine Idee der Tablettdeckchen finde ich klasse. Von der Wirkung verblassen die Briefmarken zwar neben dem TukaPink-Stoff, aber uch bin sicher: wer Euren Kaffee mit Deinem Briefmarken-Untersetzer genießt, der weiß sich bei euch gut aufgehoben.
    Liebe Sonntagsgrüße
    Ines

    • Liebe Ines, Deine Korn-Ähre ist so schön geworden: Wie hast du das nur gemacht, dass das Papier nicht zerrissen ist, bevor der Toner auf den Stoff übertragen war? Gell, für den Tipp mit dem Kreativstoff bin ich Schneiderherz sehr dankbar. Die hatte für ihr Bügelmaß einiges ausprobiert und ist schließlich bei dem gelandet. Ja, du hast Recht, die Briefmarken auf dem weißen Stoff verblassen etwas, aber man sieht ja normalerweise nur die eine oder die andere Seite, und kann nach Lust und Laune wechseln. Schade nur, dass das Deckchen unter der Untertasse fast verschwindet. Liebe Sonntagsgrüße zurück! Gabi

      • Ich habe das Papier gut getränkt, ein wenig (aber keine 10 min) gewartet und dann auch mit dem Falzbein kräftig drübergestrichen bzw. reingedrückt. Aber ich hatte nur ein einzelnes Motiv und das habe ich gut auf dem Stoff festgeklebt, mir ist ein paar Mal die Vorlage minimal verrutscht und das sah dann nicht gut aus. Vielleicht war das Papier vom Copyshop etwas hochwertiger – 90 g?
        LG Ines

        • Kann sein, dass es am Papier liegt, oder aber auch am Lavendelöl. Vielleicht probiere ich’s noch einmal mit meinem Laserdrucker zu Hause. Vielleicht. Aber eigentlich hat sich gerade der Lavendeldunst wieder so schön verflüchtigt aus meinem Arbeitszimmer…

  • Liebe Gabi,

    Deine Briefmarkensammlung beeindruckt mich jetzt aber schon. Vielleicht hättest Du die Damen noch unterschiedlich am PC färben können, um den Eindruck zu wecken, es wären mehr. In jedem fall gefällt mir, wie Du daraus ein Oval gemacht und das Ganze noch gequiltet hast.
    Schade, dass es mit dem Lavendeldruck nicht gut funktioniert hat. Vielleicht kann man das Sandwich ja auch in eine Buchpresse einspannen und rausstellen. Dann ist der Geruch draussen, es gibt etwas Druck und Du gehst erst mal einen Kaffee trinken. Apropos Kaffee, ich hab jetzt Lust auf einen und geh mal schnell in die Küche.

    LG Mareike

    • Hm, das mit der Presse wäre vielleicht mal ausprobierenswert. Ich weiß auch nicht: Es erwähnen zwar alle, bei denen ich Lavendeldruck bisher gesehen habe, dass man wirklich lange und wirklich fest rubbeln muss, aber die Ergebnisse sehen überall wirklich toll aus. Mich würde echt interessieren, ob ich was falsch gemacht habe oder ob es am Öl/ Drucker gelegen ist. Vielleicht starte ich noch einen, letzten Versuch mit einem Ausdruck von meinem Laserdrucker hier zuhause. lg, Gabi

  • Suschna

    Mal wieder alles sehr lehrreich, vielen Dank! Ich finde es so gut zu wissen, dass etwas nicht immer funktioniert. Und jetzt habe ich Lust auf einen Kaffee vom Metalltablett mit Untersetzer – schönen Sonntags-Genuss Dir!

    • Komm einfach mal vorbei, guten Kaffee haben wir genug vorrätig. 😉 Vom Lavendeldruck bin ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Nach den ganzen tollen Ergebnissen, die ich bisher gesehen habe, fühle ich mich ein bisschen als hätte ich versagt. Ich weiß wirklich nicht, woran es gelegen ist, habe aber auch keine große Lust, es noch einmal zu probieren. Dazu war das Druckergebnis mit dem Kreativstoff einfach zu gut. 😉 lg, Gabi

  • Ach liebe Gabi, da ist ja viel experimentiert worden bei dir – schön! Lavendeldruck steht bei mir auch noch auf dem Programm. Überhaupt wollte ich mich mal um die verschiedenen Bildtransfermöglichkeiten kümmern und mich da in Ruhe durchexperimentieren. Na, das kommt auch noch. Auf jeden Fall hast du jetzt einen tollen Untersetzer und damit wieder eine schöne Verbindung der Stoffspielerei und deiner TischTafelAktion! LG. Susanne

    • Die verschiedenen Bildtransfermöglichkeiten finde ich auch sehr spannend! Da gibt’s auch noch was mit „Mod Potch“ oder so (den ich seit längerer Zeit im Schrank stehen habe – ob der nicht schon vertrocknet ist…) oder auch Bilder mittels heat’n bond vernähbar zu machen, aber da hast du schon mehr Erfahrung als ich. Ich finde ja Deine Serie von Portrait-Bearbeitung mit unterschiedlichen Techniken superspannend und so anschaulich! Danke für das Thema zu den Stoffspielereien, das war sehr anregend! lg, Gabi

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