Stoffspielereien im Jänner: Upcycling

...erscheint die fertige Stickerei.

Sashiko auf Double Gauze

Willkommen zur ersten Stoffspielereiei im neuen Jahr ! Heute sind wir zu Gast bei Ute von Textile Werke zum Thema „Ich war einmal…“. Meine neue Tunika mit japanischer Stickerei war einmal… sechs alte Stoffwindeln.

Die Stoffwindeln haben wir bei meinen Kindern als Spuck- und Kuscheltücher verwendet. Einen ganzen Berg davon hatte ich für unbestimmte Zwecke aufgehoben: Vielleicht zum Putzen? Vielleicht als Einlage? Ich wusste lange Zeit nicht genau, wofür eigentlich. Aber als vor einiger Zeit „Double Gauze“ – das als leichter und wärmender Stoff gelobt wurde – in den Stoffgeschäften auftauchte, dachte ich: „Das sieht doch aus wie meine Stoffwindeln?“ Und richtig: Double Gauze ist lockeres Baumwollgewebe in zwei Schichten, die in gewissen Abständen miteinander verbunden sind. Im Fall meiner Stoffwindeln verbinden Quadratmuster unterschiedlicher Seitenlänge jeweils die beiden Stofflagen.

In meinem Vorrat befanden sich Stoffwindeln mit vier verschiedenen Quadrat-Größen.

So entstand schon vor einiger Zeit die Idee, mir mal eine winterlich-wärmende Bluse aus den alten Windeln zu nähen. Tadah: Stoffspielerei!

Schritt 1: Färben und zuschneiden

Die Tücher in meiner Sammlung haben eine unterschiedliche Webstruktur und auch einen unterschiedlichen Griff. Ich habe mir die weichsten und am gleichmäßigsten gewebten Tücher herausgesucht. Eine Packung dunkelblaue Stofffarbe für die Waschmaschine besorgt, Windeln rein, Programm durchlaufen lassen. Die sehr saugfähige Baumwolle bekam einen satten, dunklen Farbton. Der erste Schritt war einfach.

Bei Double Gauze sind zwei Stofflagen miteinander verbunden.

So eine Stoffwindel ist mit ihren ca. 60×60 cm im Quadrat groß genug, sodass ich den Stoff für die Schnitteile fast gar nicht stückeln musste.

Die vordere und hintere Passe für die Tunika wollte ich jeweils besticken. Da die Schneiderkreide, mit der ich das Schnittmuster auf den Stoff übertragen hatte, auf dem relativ groben Stoff gar nicht gut zu sehen war, habe ich die Umrisse der Passen (inklusive Nahtzugabe) mit großen Heftstichen auf dem Stoff markiert.

Schritt 2: Stickmuster übertragen

Das Sashiko-Muster habe ich mit Zirkel und Geodreieck selbst in einer passenden Größe gezeichnet, gescannt und am Computer nachbearbeitet.

Das verwendete Sashiko-Muster zum Download (PDF)

Dann stellte sich die Frage, wie ich das Stickmuster auf den grob gewebten und zudem dunklen Stoff übertragen sollte. Mary Corbet (bekanntermaßen meine Lieblingsressource für alle Fragen rund ums Sticken) hat einen wunderbaren Überblicksartikel für Transfermethoden verfasst, in dem sie auch mehrere Möglichkeiten für dunkle Stoffe auflistet. Viele dieser Methoden sind aber nur für dicht gewebte Stoffe sinnvoll, sodass meine Wahl für dieses Projekt auf Tracing Paper fiel: Man druckt das Muster auf feines Papier, befestigt das Papier mit Heftstichen auf dem Stoff und überträgt das Muster mit Vorstichen direkt durch das Papier auf den Stoff. Ideal für mein Projekt: Das Papier stabilisiert den lockeren Stoff, der sich im Stickrahmen sicherlich ziemlich verzogen hätte. Und bei Sashiko muss ich eh nur Vorstiche sticken, also wunderbar.

Das Muster habe ich auf „Dünnpost“ ausgedruckt, das ist Papier mit nur 40 g/m2, wie es früher für die Durchschläge bei der Schreibmaschine verwendet wurde. Dieses Papier habe ich auch schon öfter für Foundation Paper Piecing Projekte genutzt: Es hat finde ich genau die richtige Mischung aus „stabil genug zum Durchnähen“ und „leicht rauszureißen“.

Schritt 3: Sticken

Das Sticken fand ich mäßig zeitaufwändig (rund 6 Stunden habe ich insgesamt gebraucht), und es hat ziemlich gut funktioniert. An manchen Stellen ist die Stickerei nicht ganz so exakt geworden wie wenn ich die Linien direkt auf den Stoff übertragen hätte. Ein Nachteil vom Sticken durch Papier ist halt, dass man es nicht gleich sieht und korrigieren kann, wenn die Nadel etwas verrutscht oder man ein bisschen schief eingestochen hat. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Rausreißen des Papiers, wenn das Muster nach und nach erscheint, war dann ein bisschen wie Weihnachten. Und die Freude war groß, als ich gesehen habe, dass mein Plan ziemlich gut aufgegangen ist.

Zwei der Charakteristiken von Sashiko habe ich ganz gut hinbekommen (für meinen ersten Versuch mit dieser japanischen Stickerei): Dass die oben sichtbaren Stiche größer sein sollen als die Stiche auf der Unterseite, und dass Kreuzungspunkte frei bleiben sollen.

Die zu den Passen gehörige Tunika nähe ich heute gemütlich im Laufe des Tages fertig.

Aber jetzt bin ich erstmal gespannt, was die anderen Teilenehmerinnen gewerkelt haben. Schaut unbedingt in die Sammlung bei unserer heutigen Gastgeberin Ute von Textile Werke: Die geballte Inspiration bei den Stoffspielereien ist immer fantastisch!

Update: Fertig!

Weil das Zusammennähen jetzt ganz flott gegangen ist, kann ich gleich noch Tragefotos vom fertigen Stück nachreichen.

Tunika mit Sashiko-Stickerei (Schnitt: MAmina von ki-ba-doo)

Als Schnitt habe ich wieder MAmina von ki-ba-doo genommen, von dem ich schon einmal eine Variante in braunem Jersey mit Stickerei genäht habe. Die vordere und die hintere Passe habe ich mit einem Rest dunkelblauer Viskose gedoppelt und verstürzt, um die Rückseite der Stickerei (auf der Innenseite der Bluse) zu verdecken. So spare ich mir das Schrägband am Ausschnitt und bekomme eine saubere Kante.

Die im ursprünglichen Schnitt vorgesehenen Biesen habe ich hier natürlich ebenfalls weggelassen.

Die ganze Bluse habe ich jetzt ausschließlich mit der Nähmaschine genäht, nach der „alten Art“ sozusagen, ganz ohne Overlock: Zuerst die Nähte und dann noch einmal die Kanten mit Zickzack versäubert. Ich traue meiner Overlock bei so einem lockeren Stoff nicht, und ich hatte Sorge, dass die Nähte aufgehen könnten. Jetzt geht sicher keine Naht auf.

Ich freue mich sehr über die Idee, die Teile zuerst zu besticken und dann erst zusammenzunähen! So verschwinden die Ränder der Stickerei in der Nahtzugabe und es gibt ganz saubere Abschlüsse. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Stück und überlege weitere Bestickungs-Möglichkeiten bei anderen Modellen. 😉

Das ist drin

  • Schnitt/ Anleitung: MAmina von ki-ba-doo (Schnitt selbst gekauft um € 6,90) in Größe 36
  • Änderungen: Bei der vorderen Passe die eigentlich vorgesehenen Biesen weggelassen. Vordere und hintere Passe jeweils gedoppelt (Nahtzugabe am Ausschnitt hinzugefügt) und miteinander verstürzt. Am vorderen Ausschnitt nur einen kleinen Schlitz offen gelassen.
  • Material: sechs alte Baumwoll-Stoffwindeln, je ca. 60×60 cm groß; eine Packung Stofffarbe für die Waschmaschine in Dunkelblau; „Dünnpost“ (Papier mit 40g) zum Ausdrucken der Stickvorlage; Häkelgarn der Stärke 15 in Weiß zum Sticken.
  • Kosten: ca. 7,- Euro für die Stofffarbe; der Rest stammt aus meinem Vorrat und hat praktisch nix gekostet
  • Werkzeug: Drucker, spitze Sticknadel, Nähmaschine
  • Arbeitszeit: Ca. 1 Stunde zugeschnitten; einige Stunden gegrübelt; 1 Stunde Muster entworfen; 6 Stunden gestickt; 2 Stunden genäht

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau Dich! Ja, auch Du! Die Stoffspielerei ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Es geht einfach ums Experimentieren. Das Ergebnis muss überhaupt nicht perfekt sein, denn auch aus „misslungenen“ Experimenten kann man im gegenseitigen Austausch eine Menge lernen. Lass Dich doch einfach vom monatlich vorgegebenen Thema anspornen und inspirieren.

Jeden letzten Sonntag im Monat ist die Stoffspielerei abwechselnd auf unterschiedlichen Blogs zu Gast, und wir kommen ohne Verlinkungstool aus: Hinterlasse einfach einen Kommentar mit dem Link zu Deinem Beitrag bei der jeweiligen Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein.

Bist Du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:
24.02.2019: „Farbverläufe“ bei Schnitt für Schnitt
31.03.2019: „Geometrie“ bei Feuerwerk by Kaze

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findet Ihr bei „Siebensachen zum Selbermachen“. Meine Beiträge zu den Stoffspielereien sind hier versammelt.

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52 Kommentare

  1. Wunderschön! Und das aus alten Stoffwindeln! Sie ist sicher super angenehm zum Tragen. Stoffwindeln hätt ich genügend, aber noch sind sie beim Baby im Einsatz! Noch ein Tipp, falls du noch Windeln übrig hast: falls du dich mal am Wolle mit Pflanzen färben versuchen solltest, die Stoffwindeln eignen sich super zum Abseihen des Färbematerials …,
    Liebe Grüße, Sigrid

    • Liebe Sigrid, zum Durchseihen verwende ich die Windeln auch manchmal! Aber ich habe so viele davon, dass sie tatsächlich auch als Ausgangsmaterial für Bekleidung gut sind! Aber gut, wenn sie bei Dir noch ihren eigentlichen Zweck erfüllen dürfen. 😉 lg, Gabi

  2. Pingback: {Nadelbrief} Woche 11: Sashiko - made with Blümchen

  3. Ich bin begeistert! Eine ganz großartige Bluse, und dass sie aus alten Stoffwindeln genäht ist, ist echt genial. Die Stickerei ist absolut gelungen, eine tolle Inspiration!
    Liebe Grüße,
    Steffi

  4. Ganz tolle Stickerei und eine wirklich gelungene Tunika! Stoffwindeln liegen bei mir auch noch einige herum, aber noch sind sie zeitweise in Verwendung. Auf jeden Fall eine super Idee!

    Lg Karin

  5. Das ist wirklich sehr schön geworden, die Farbe ist ja perfekt für Sashiko und auch das Muster ist prima angepasst.
    Ich fand es immer sehr schwierig, die Stiche so zu setzen dass es saubere Kreuzungen gab, da muss man sich erst einen Rhythmus erarbeiten. Und gerade bei einem so abgepassten Muster stelle ich mir das eher komplex vor. Du hast das gut hinbekommen!
    Viel Freude beim Tragen!

    • Liebe Martina, mit dem Rhythmus bei den Stichen hast Du vollkommen Recht! Bei diesem Muster in der Größe, die ich gewählt habe, gehen sich ziemlich genau jeweils drei „Oberstiche“ zwischen den Kreuzungspunkten aus. Das hatte ich nach relativ kurzer Zeit im Gefühl und konnte auch immer abschätzen, wie groß die Stiche ungefähr werden müssen. Ich weiß nicht, ob ich das bei einem anderen, zum Beispiel gebogenen Muster, auch so gut hinbekommen hätte, aber das lässt sich ja ausprobieren. Ich habe wirklich sehr große Freude an der Bluse! Die Stoffe sind schon so oft gewaschen, dass sie nach einem Tag Tragen (oder ein bisschen kneten) ganz weich werden und auch überhaupt nicht knittern. Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr bin ich überzeugt davon, dass ich noch welche in der Art machen muss. Und wenn ich Double Gauze nachkaufen sollen müsste. (Zum ersten Mal hatte ich übrigens bei Dir am Blog von diesem Material gelesen, bei einer Bluse, die Du für Deine Tochter genäht hast!) Liebe Grüße, Gabi

  6. White! Ich dachte, ich lese erst nicht richtig, Stoffwindeln? Aber dann erinnerte ich mich an diese leichten Stoffe der Folklore Blusen. Tolle, was dabei rausgekommen ist. Die Stickerei! Hast Du alles zusammen schon mal gewaschen? Ich kann mich nur noch Mal wiederholen, wahu! Toll geworden und steht Dir sehr gut.
    Liebe Grüße
    Nina

    • Nein, gewaschen habe ich alles zusammen noch nicht. Aber ich habe den Stoff gefärbt und dann gleich noch einmal gewaschen, und bisher sehr gute Erfahrungen mit dem Färben in der Maschine gemacht. Da sollte nichts mehr abfärben. Mir gefällt die Bluse auch supergut, und bei längerem Tragen wird der Stoff auch ganz weich und anschmiegsam! Eine wirklich feine Bluse, von der Sorte wird’s glaub ich noch mehr geben. Ich hab noch einige Stoffwindeln übrig. lg, Gabi

  7. Liebe Gabi,

    Wow! Das ist wirklich toll geworden. Die Bluse steht Dir hervorragend und die Sashiko-Details sind der Knaller. Da bin ich schon fast ein bisschen neidisch. Ich mag ja an dem Schnitt, dass die Ärmel so lang sind. Vielleicht sollte ich mir den auch mal zulegen.

    LG Mareike

    • Liebe Mareike, brauchst nicht neidisch sein. Du machst selber so schöne Sachen, das bekommst Du sicher hin. Und falls du keine alten Stoffwindeln zur Hand hast, gibt es Double Gauze ja auch in allen möglichen Farben zu kaufen. Der Stoff trägt sich super angenehm, je länger je bequemer, und durch die Doppellage wärmt die Bluse, ohne dass ich schwitzen muss. Bin schon gespannt, wie sie sich im Sommer bewährt, beim Segeln zum Beispiel! Ich mag die Ärmellänge auch, obwohl ich sie meist dreiviertel hochgekrempelt trage. Liebe Grüße, Gabi

  8. Besser hätte man die Stoffwindel nicht wiederverwenden können – wohl niemand kommt auf die Idee, wie und woraus diese umwerfend schöne Tunika entstanden ist! Wie du die Stickerei vorbereitet und umgesetzt hast, ist sehr inspirierend, das werde ich mir merken und vielleicht einmal nachahmen.
    Zusammengefasst: Ich bin begeistert!

    • Danke! 🙏 Wobei ich vielleicht schon noch einmal betonen sollte, dass wir diese Windeln nie zum Wickeln verwendet haben, sondern immer nur als Kuschel- und Spucktücher. Sonst hätte mir vielleicht schon ein bisschen gegraust. 😉 Danke für Deine Begeisterung – die ich nur zurück geben kann! Ich bin auch immer sehr begeistert von Deinen Stickereien! Liebe Grüße, Gabi

  9. Eine gelungene Kombination von färben, nähen und sticken. Die blaue Farbe passt perfekt zu den Sashikostichen. Der Bereich mit Stickerei ist gut gewählt. Das wird sicher eine Lieblingsbluse.
    LG Ute

    • Liebe Ute, als ich dann den Beitrag geschrieben habe, dachte ich auch: Da ist eigentlich sogar einiges an Spielereien zusammengekommen: Das Upcycling eines ehrer „ungewöhnlichen“ Materials (obwohl man ja Double Gauze inzwischen als Meterware für Blusen etc. kaufen kann), die Frage des Transfers und diese Art zu Sticken, die ich vorher noch nicht probiert hatte. Ich mag die Bluse sehr gern, sie trägt sich so angenehm, dass ich überlege, aus den anderen Windeln noch eine in grün zu nähen, oder in Rot. Mit anderer Stickerei. Ich mag, dass der Bereich so definiert ist. Jedenfalls bin ich sehr zufrieden. lg, Gabi

  10. Sehr toll geworden und ich hätte nie gedaht , dass Sashiko bei dem lockeren Gewebe doch so wirksam ist.Zwei dieser Windeln lassen sich bei mir sicher noch finden, aber das reicht nicht. Als gefärbte Tücher habe ich das getragen, weil es nicht so viel Material gab. Der Schnitt passt wunderbar und auch die Farbe finde ich total satt. Schönes Projekt.
    Liebe Grüße, Karen

    • Liebe Karen, ich habe die Fäden der Stickerei straff aber nicht zu fest angezogen, sonst hätte sich der lockere Stoff zu sehr gewellt. Vorteilhaft ist auch, dass die Enden jeweils in der Nahtzugabe verschwinden und ich auf der Rückseite keine Knoten machen musste. Wenn Du selbst keine Stoffwindeln mehr hast, gibt es sicher jede Menge im Bekanntenkreis. Ich frage mich wirklich, woher bei uns die Massen stammen, weil ich habe meine Kinder ja gar nicht damit gewickelt. Aber irgendwie hat man die immer gebraucht, oder ich habe jeweils zu den Geburten welche geschenkt bekommen, ich weiß es nicht mehr. Danke für Deine Komplimente, ich bin selber auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis! lg, Gabi

  11. Hallo Gabi, die Tunika sieht ja oberklasse aus! Unglaublich wenn man sich vorstellt, dass das aus Windeln gefertigt wurde! Allein die Idee ist schon ungewöhnlich. Jeden Schritt hast du zudem sehr gut erklärt. Die Stickerei ist ebenfalls sehr gut gelungen und alles in allem hast du ein wunderschönes Kleidungsstück mehr. Kompliment.
    LG eSTe

    • Liebe eSTe, die Stoffwindeln sind ja nichts anderes als recht große Stücke Double Gauze. Andere kaufen sich die neu im Laden, um Blusen draus zu nähen, insofern finde ich es gar nicht so abwegig, umgekehrt die vorhandenen Stoffstücke zu verwenden. Ich habe noch ziemlich viele übrig, vielleicht mache ich mir noch eine Bluse draus. Diese hier ist wirklich angenehm zu tragen, nicht zu kalt und nicht zu warm, und ich habe so wenig Langärmliges. lg, Gabi

  12. Genial, aus alten Windeln so eine schicke, elegante Bluse! Ich liebe ja diese Stickerei und dann noch so klassisch auf dunkelblau! Klasse gemacht 🙂 Und den Stoff kann ich mir richtig gut vorstellen, schön kuschelig, aber nicht zu warm. Und somit edel genug 🙂

    Irgendwann nähe ich mir auch mal Blusen…irgendwann…irgendwann traue ich mich auch an die Zwillingsnadel dran…irgendwann 😉

    Liebe Grüße aus dem Allgäu,
    Maria

    • Mariiiiiiia! Aus welcher Versenkung tauchst Du denn plötzlich wieder auf!? Ist Dein Blog etwa wieder erwacht? (Gleich mal bei Dir guggen gehn.)
      Wenn Du jetzt wieder „da bist“, können wir ja wirklich das Zwillingsnadelprojekt miteinander angehen. Jederzeit, wenn Du magst. Liebe Grüße zurück, Gabi

      • Die Versenkung heißt Leben 😉 bei mir ist gerade wieder Aufbruchsstimmung, ich zieh in weniger als einem Monat mal wieder um. Mal sehen, ob ich mich vorher im Stress noch an das Zwillingsnadelprojekt (zwei Jahre aufgeschoben) drantraue oder erst, wenn wieder alles an seinem neuen Platz ist. Lieben Dank für dein Angebot, ich werde noch daraufzurückkommen 🙂

        Grüße,
        Maria

        • Liebe Maria, was jetzt zwei Jahre lang nicht pressiert hat, sollte das auch in den kommenden paar Wochen nicht tun. Gute Nerven für den Umzug und viel Energie fürs Wieder-Einrichten, und wir hören/lesen uns jetzt dann hoffentlich eh bald wieder öfter!? lg, Gabi

  13. Es ist wirklich verrückt, welch geniale Ideen ihr da immer ausbrütet und umsetzt und so schön erklärt und beschreibt. Ich bewundere diese Stickerei, die ja quasi blind aufgesteckt ist und dir so gut gelungen ist. Auf der Bluse und dem dunklen Stoff kommt sie wunderschön zur Geltung (und ich hoffe der Stoff färbt nicht mehr auf das Garn aus). Und auch der Blusenschnitt ist toll und die Farbe steht dir prima. Fühle dich recht wohl darin. Liebe Grüße Ingrid

    • Liebe Ingrid, die Herausforderung beim Sticken war in diesem Fall, möglichst senkrecht zum Stoff einzustechen und von der Rückseite wieder senkrecht retour. Mit dem Papier drauf konnte ich nicht mehrere Stiche auf einmal auf die Nadel nehmen, das hat die Sache etwas verzögert. War schon ein Geduldsspiel, aber auch ein für mich sehr angenehmes, meditatives. Den Stoff habe ich nach dem Färben gleich noch einmal gewaschen, da sollte nichts abfärben. Und wenn, sind die weißen Fäden halt hellblau, auch kein Schaden. Ich trag die Bluse heute schon den ganzen Tag, sie ist tatsächlich angenehm warm. Von den Spuck- und Kuscheltüchern der Kinder weiß ich noch, dass die nach ein bisschen Tragen immer noch weicher und kuscheliger geworden sind. Darauf warte ich noch. Vielleicht muss ich die Bluse ein paar Tage am Stück tragen, um den Effekt zu erreichen. Ich glaub, das wird mein Experiment für die nächsten Tage. 😀 (Aber ich geb sie in die Wäsche, bevor sie zu müffeln anfängt, keine Sorge…) Liebe Grüße, und noch einen schönen Abend!

  14. Liebe Gabi,
    Du hast ja originelle Ideen !. Aus Windeln eine Bluse zu nähen, man sieht es dem fertigen Stück nicht an.
    Die Stickerei kommt auf der Passe sehr gut zur Geltung, sieht perfekt aus und hat bestimmt auch Spaß gemacht.
    6 Stunden Arbeitszeit dafür finde ich völlig akzeptabel.
    Das Problem, Muster auf dunkle oder schwierige Stoffe zu übertragen, begegnet mir ja auch immer wieder.
    Danke für die ausführliche und präzise Präsentation der Arbeitsschritte – und jetzt auch noch die Tragefotos.!
    3 solcher Windeln habe ich übrigens auch, die trage ich als Kopftuch bei der Küchenarbeit…
    Liebe Grüße
    Tyche

    • Liebe Tyche, die Zeit für die Stickerei finde ich auch durchaus in Ordnung. Sashiko ist ja ziemlich einfach und auch „raumgreifend“, oder wie nenne ich das? Die gleiche Fläche in Kreuzstich zu füllen hätte sicher mindestens fünfmal so lang gedauert. Ich bin richtig froh, dass ich das jetzt endlich mal ausprobiert habe. Mein grasgrüner „Stadtmantel“ wartet schon ewig und drei Tage darauf, dass ich ihm endlich wie geplant die Manschetten besticke. Jetzt bin ich gerade im Flow, den Schwung muss ich gleich nutzen! lg, Gabi

  15. Toll, dass der Stoff die Farbe so gut aufgenommen hat, die waren doch bestimmt alle unterschiedliche ausgeblichen. Andererseits sind sie sicher schon seeeehr oft gewaschen worden, da ist nichts mehr drin, was die Farbe abhalten könnte. Schöne Farbe, und die weiße Stickerei kontrastiert wunderbar dazu! Könnte eine Lieblingsbluse werden, oder? LG Christiane

    • Nein, die waren alle gar nicht unterschiedlich ausgebleicht, die waren naturweiß und ziemlich ohne Flecken. Ja, da hast Du vollkommen Recht: Das könnte wirklich eine Lieblingsbluse werden. Zumindest eine, die ich sehr gerne tragen werde. lg, Gabi

  16. Deine Tunika ist toll geworden. Diese Windeln hatte mein Sohn immer als Kuscheltuch, so dass ich mir sicher bin, dass sich die Tunika sehr angenehm auf der Haut trägt. An die Stickerei habe ich mich bis jetzt noch nicht getraut, aber je mehr ich davon sehe, desto mehr möchte ich das auch ausprobieren.
    LG Mirella

    • Unbedingt ausprobieren! Ist echt nicht schwer. Wenn Du einigermaßen geradeaus heften kannst, dann ist so eine Sashiko-Stickerei auch kein Problem für Dich. (Deine Ledertasche ist übrigens der absolute Knaller!) lg, Gabi

    • Hihi. Zum Glück habe ich so viele, da kann ich immer noch welche als Putzfetzen verwenden. Danke, ich freu mich, dass Dir die Bluse gefällt! lg, Gabi

  17. Das sieht schon sehr vielversprechend aus, liebe Gabi! Das Übertragen des Stickmotives finde ich auch immer eine spannende Frage. Ich bin ja mit der bedruckbaren Vlieseline ganz gut zurecht gekommen. Du endest Deine Stickerei genau an der Schnittlinie? Ich habe bei meinem Sashiko etwas darüber hinaus gestickt. Bin gespannt, was Du berichtest!
    Liebe Grüße und frohes Nähen Deiner Bluse!
    Ines

    • Ja, die bedruckbare Vlieseline habe ich schon für ein anderes Projekt bereit liegen. (Schon SEHR lang.) Nein, ich ende nicht genau an der Schnittlinie mit der Stickerei; ich habe das Schnittmuster mit Nahtzugabe markiert und ende in der Nahtzugabe. Eben damit das Muster etwas über die Naht hinausgeht. Die Bluse ist jetzt fertig, jippie! lg, Gabi

        • Danke! 🙏 Das Kompliment kann ich nur zurückgeben. Deine Bluse aus alter Bettwäsche ist der Hammer, vor allem wie schön Du auch das gestickte Logo eingebaut hast! DA hatten wir eine ähnliche Blusen-Idee mit unterschiedlichem aber in beiden Fällen sehr schönem Ergebnis. Und ich stelle für mich fest: Frühzeitig – in diesem Fall das Färben schon vor Wochen – mit einer Stoffspielerei zu beginnen, zahlt sich wirklich aus. 😉 Zum Ende hin wird’s dann ja trotzdem immer knapp, bei mir… Liebe Grüße, und Dir noch einen wunderbaren Abend!

  18. Eine tolle Idee, auf die ich nicht gekommen wäre. Du hast dir viel Mühe gemacht und bist Risiken eingegangen – aber, wie heißt es?: no risk, no fun. Was mir bei deiner Arbeit besonders gut gefällt, ist das ausgewählte Sashikomuster; das ist richtig schön. Ich freue mich, wenn du die fertige Bluse bald zeigst.
    LG
    Siebensachen

  19. fraunahtlust

    Oh liebe Gabi, ich bin sehr begeistert – wie wundervoll das von dir gemacht ist! Ganz und gar grandios, und ich mag das Färben, das Stickmuster ,und bin schon sehr auf das fertige Teil gespannt! Eine tolle Idee, die du hattest mit dem Sashiko! LG. Susanne

    • Danke, liebe Susanne! Sashiko kommt ja auch bald bei Dir bei den Nadelbriefchen. Da habe ich schon ein bisschen geübt. 😉 lg, Gabi

  20. Liebe Gabi, das ist ja toll geworden. Bin schon auf das Kleid gespannt. Ja, es ist erstaunlich, was frau alles aufhebt und vor allem was man wieder Neues daraus machen kann.
    Liebe Grüße
    Ute

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