Stickgarn in der Rolle

Ordnung in die Garn-Verwicklung

Für die Sommerblumen-Tischdecke habe ich Stickgarne in unzähligen Farben gekauft, und dann stellte sich das Problem: Wie diese aufbewahren?

Die Recherchen im Internet haben mich nicht wirklich glücklich gemacht. In einem Sackerl? Alles fliegt durcheinander und jedes Mal muss man nach einer Farbe suchen. In einer Box mit Fächern? Noch eine Schachtel, die rumsteht, unhandlich und schwer transportabel. Und was mache ich mit den kürzeren und/ oder geteilten Fäden, die beim Sticken übrig bleiben? Und was mache ich mit den Banderolen, auf denen die Farb-Nummer steht, die ich zum Nachkaufen der selben Farbe brauche?

Und dann die Erkenntnis: Ich steh auf Rollen. Ich hatte mal eine Rolle für unsere Schraubenschlüssel genäht, aber den Ausschlag gab eine Rolle mit Buntstiften, zufällig gesehen in einem Papiergeschäft am Münchner Flughafen. Also die Lösung: Die Stickgarne alle in einer Rolle unterbringen.

Das Einzige, was ich wirklich kaufen musste, war eine große Menge Sicherheitsnadeln – entsprechend der Anzahl der vorhandenen Farben. Ansonsten hab ich ein Stück von einem alten Küchenhandtuch genommen und ein Stoffband zum Zubinden, das ich sowieso zu Hause hatte. Für die Länge der Rolle habe ich einfach alle Garne nebeneinander aufgelegt. Ein bisschen breiter ist eher besser, weil es könnten ja noch Farben dazu kommen. Oder man näht sich eine zweite Rolle, wenn die erste voll ist.

Wie’s geht

Stoffränder versäubern, Band zum Zubinden aufnähen – fertig.

Jedes Garnbündel habe ich mit einer Sicherheitsnadel befestigt. Wenn ich ein neues Garnbündel beginne, kommt als erstes die Banderole auf die Sicherheitsnadel, dann fädle ich das Bündel auf die Nadel. Und wenn Fäden übrig bleiben, wickle ich die einfach über die Hand auf und fädle das ebenfalls durch die Sicherheitsnadel. Und die Sicherheitsnadel stecke ich schließlich durch den oberen Rand der Rolle, sodass der Verschluss oben rausschaut.

Nichts verwickelt sich, jede Farbe bleibt am Platz. Aufrollen, zurollen – ein Kinderspiel. Und klein und transportabel. Die Stickschere wickle ich meist mit rein, und auch die verwendeten Nadeln stecke ich – sofern sie nicht gerade am Stickrahmen benötigt werden – oben drauf. So ist alles beisammen.

Normalerweise habe ich die Garne gerne als Regenbogen-Palette geordnet, aber wenn ich ein neues Stickprojekt beginne, finde ich Umsortieren übersichtlicher: Dann befestige ich auf einer Seite nur die Garne, die ich fürs Projekt gerade brauche (Foto unten: linker Bereich). Vor allem bei vielen ähnlichen Farbschattierungen finde ich die gerade benötigten Garne auf diese Art leichter.

Stickgarn-Rolle

 

Und? Wie bewahrt Ihr Eure Stickgarne ordentlich auf? Tipps, Tricks und Hinweise bitte gerne unten in den Kommentaren.

Edit: Die amerikanische Stick-Expertin Mary Corbet hat auf ihrem Blog ebenfalls die Frage nach der Aufbewahrung von Stickgarnen gestellt, und viele Antworten ihrer Leserinnern bekommen. Schaut doch mal hier und hier.

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