Das hat ein Nachspiel! Plissée

Von der „Zwangsehe“ zur Begeisterung

Vor den Stoffspielereien im April wusste ich mit dem Thema „Plissée“ gar nichts anzufangen. Aber dann hat mich das Thema so zu fesseln begonnen, dass es für mich nach dem Stoffspielerei-Sonntag gerade erst angerissen war und demzufolge nach einer Weiterführung verlangte! Somit nutze ich die offiziell Stoffspiel-freie Zeit im Sommer für mein eigenes „Nachspiel“ zum Thema Plissée, mit einem Interview und weiteren Experimenten mit Schuppenfalten (Spinapesce).

Wenn einen ein Thema beschäftigt, sieht man plötzlich überall Hinweise darauf, kennt Ihr das? (Wenn man schwanger ist, sieht man plötzlich überall andere Schwangere. Wenn man einen Kinderwagen schiebt, sieht man plötzlich überall andere Kinderwägen. Selektive Wahrnehmung.) So entdeckte ich in der Auslage eines Grazer Weltladens ein paar Tage nach dem Stoffspielerei-Sonntag zufällig an Korallen und Meeresgetier erinnernden Papierlampen des französischen Künstlers Charles Macaire, aus plissiertem Papier.

2016-05-03 Chic ethnique Plissee-Lampen

Papierlampen von Charles Macaire

Nach meiner ersten Plissée-Spielerei wollte ich immer noch gerne einen Schuppen-Schal haben, und nach diesem Video über eine Berliner Plisseebrennerei ergab eine schnelle Internet-Recherche, dass auch in Graz tatsächlich noch eine „Plissieranstalt“ existiert. („Plissieranstalt“, eine Institution, von deren Existenz ich überhaupt erst durch die Stoffspielereien erfahren hatte.) Dort wollte ich einen Schal in Auftrag geben, und darüberhinaus war ich gespannt auf die junge Besitzerin. Also vereinbarte ich einen Interviewtermin mit ihr.

Neue Perspektiven mit alten Schablonen

Jasmin Hirschmann hat zunächst eine Kindergartenschule, danach ein Modekolleg absolviert. Vor eineinhalb Jahren hat sie eine eingesessene Schneiderei und „Plisseeanstalt“ in der Grazer Belgiergasse unter ihrem Label „Jassis“ übernommen. Jasmins hauptsächliche Beschäftigung ist die Damen-Maßschneiderei. Sie und ihre Mitarbeiterin stellen Maßanfertigungen für Frauen jeden Alters her. Bei ihr gibt es keine fertigen Schnitte, jeder Schnitt wird individuell gezeichnet. Zum Teil bekommt eine Kundin auch vier bis fünf Entwürfe, aus denen sie sich einen aussuchen kann.

Die Kundschaft von „Jassis“ lässt sich nicht auf einen bestimmten Typ festlegen, sie geht quer durch die Generationen und Einkommensschichten: Die Braut, die sich ihr Hochzeitskleid fertigen lässt; die alte Dame, die sich Blusen nähen lasst; die junge Frau, der das Dirndl nicht mehr passt; der modebewusste Mann, der sich einen Kilt fertigen lässt. Auch mit Stoff bezogene Knöpfe und Gürtelschnallen kann man bei „Jassis“ noch anfertigen lassen.

Jassis_Belgiergasse_Collage

„Jassis“ Schneiderei in der Belgiergasse

Im großen vorderen Bereich des Geschäftslokals befinden sich die Verkaufstheke und die Arbeitstische mit den Nähmaschinen. Alles wirkt hell, modern und freundlich. Aber wenn man den hinteren Raum betritt, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt: Zwei Wände sind auf zwei Ebenen mit unzähligen braunen, vergilbt wirkenden Papprollen gefüllt, an einer Wand steht der Ofen, in dem unter Hitze und Feuchtigkeit das Plissée fixiert wird. Es riecht zwar nicht nach Archiv, aber es sieht so aus. Zirka zwanzig verschiedene Schablonenarten finden sich hier, die sich durch ihre Faltentiefe unterscheiden, von jeder Schablonenart gibt es 5-10 gleiche. „Aber es kommt heutzutage kaum vor, dass zwei Kunden gleichzeitig dasselbe Plissée haben wollen“, sagt die heutige Besitzerin. Die Schablonen sind zu einem guten Teil über 50 Jahre alt, Jasmin selbst stellt keine neuen Schablonen her. Es hätte aber vor einiger Zeit ein Herr bei ihr angerufen, der früher welche hergestellt hat und neue machen könnte, erzählt sie.

Jassis_Plissee_Collage

Jasmin Hirschmann, die Schablonen und Plissiertes, auch aus Kunstleder.

Das Plissée war mehr eine „Zwangsehe“ für sie, erzählt Jasmin mit einem Lachen. Zu Beginn war sie gar nicht begeistert von diesem Bereich, den sie mit ihrer Schneiderei übernommen hat. Ihre erste Assoziation waren „Omafaltenröcke“ – wie passt das zu ihr? Aber wenn man sich damit beschäftigt, entdeckt man plötzlich überall Plissée, vor allem in den Social Media, und Plissée ist wieder im Kommen: Am Rückenteil einer Bluse, Burberry hat jetzt einen Parka mit plissierten Elementen herausgebracht, bei Mango gibt es ein schlichtes Hängerchen, bei dem nur der Kragen plissiert ist. Das sieht umwerfend aus, findet sie.

Jasmin hat den Charme entdeckt, den Plissée haben kann. Sie setzt das Thema für sich modernisiert um, unter anderem in Form der beliebten „Steirer-Kilts“ für Herren. Da beginnen ihre Augen zu leuchten: Ganz anders als die bunten Schottenröcke für Damen, die man von früher kennt, kommen die Herrenkilts – wie auch die originalen schottischen Kilts – in gedeckten, dunklen Farben daher. „Dazu dunkle Kniestrümpfe, ein dunkles Hemd, Gilet und Sakko… So elegant!“ Sie kommt ins Schwärmen. Im Herbst nimmt Jassis mit ihren Kilts an der großen Trachtenmodenschau beim Aufsteirern teil, einem mehrtägigen Volkskulturfestival in der Grazer Innenstadt.

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Kreationen von „Jassis“ (c) Jasmin Hirschmann

Früher hätte es am Grazer Färberplatz eine „Plissieranstalt“ mit fünf Angestellten gegeben, die hätten fünf Mal am Tag plissiert, erzählt Jasmin. Sie selbst plissiert unregelmäßig, je nach Auftragslage, von ein Mal im Monat bis zu ein Mal wöchentlich. Bei ihr lassen auch andere Schneidereien plissieren, zum Teil bekommt sie sogar Stoffe aus Tirol zugeschickt, die für Trachten mit plissierten Röcken gebraucht werden.

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Jasmin Hirschmann mit einer Form für Sonnenplissée. (c) Jasmin Hirschmann

Sie zeigt mir verschiedene Plissée-Formen: Sonnenplissee, dessen Falten von oben nach unten strahlenförmig breiter werden (gefällt ihr am besten), Hohlplissee, „ganz normales“ Sparplissee, Stehplissee („tut außer auftragen nur auftragen“). Jasmins Aushängeschild ist ein sonnenplissierter Rock, dessen Stoff sie vorab extra mit einem Kunstwerk bedrucken hat lassen. Der fließende Tellerrock dreht wunderschön.

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Sonnenplissierter Künstler-Rock (c) Jasmin Hirschmann

In Zukunft möchte Jasmin auch Workshops anbieten. Meinen Wunsch nach einem Schal im Fischschuppen-Muster konnte sie mir leider nicht erfüllen, weil sie für dieses Muster keine Schablone im Fundus hat. Aber wenn ich ihr eine Schablone bringe, könnte sie meinen Stoff in ihrem Dampf-Ofen mit-plissieren…

Test im Backrohr und Dampfkochtopf

Bevor ich aber (vielleicht!) die nötige zwei Meter lange und 50 cm breite Schablone für einen Spinapesche-Schal falte, wollte ich erst noch weitere Versuche durchführen. (Im April habe ich von den ersten Versuchen berichtet.) In den Berichten, die ich in der Zwischenzeit gelesen habe, war von einer patentierten, dünnen Spezial-Pappe die Rede, aus der die Plissée-Schablonen angefertigt werden. So eine Pappe habe ich nicht auftreiben können, aber in einem Künstlerbedarf habe ich mich beraten lassen und ein großes Blatt Aquarellpapier (200g/m2) erstanden, das sich in der Feuchtigkeit beim Plissiervorgang hoffentlich nicht auflösen würde.

Dieses Aquarellpapier ist ziemlich steif und ein Mist zum Falten. Ich habe alle Falten mit einem spitzen Instrument vorgeritzt, aber trotzdem fast zwei Stunden an den zwei kleinen Teilen gearbeitet. Ausgiebiges Fluchen inklusive.

Man benötigt ja zwei gleiche Schablonen, zwischen die der Stoff gelegt wird. Die Schablonen werden dann zusammengeschoben und fest zusammengebunden. Für den Versuch habe ich wieder den feinen dunkelroten Futterstoff aus meinem Fundus verwendet, der sicher Kunstfaser ist. (Beim Plissieren braucht es einen hohen Kunstfaser-Anteil, dann bleiben die Falten auch nach dem Waschen erhalten. Bei Baumwolle, Wolle und Seide gehen die Falten wieder raus.)

Plissee_Stoff in die Schablone

Stoff zwischen die beiden Teile der Schablone legen, zusammenschieben und zusammenbinden.

Bei den Stoffspielereien im April hat Lucy von Nahtzugabe eine Versuchsreihe fürs Plissieren zuhause zitiert (Mikrowelle, Backofen, Dampfdrucktopf) und Textile Geschichten hat ihren Stoff eine Stunde in einem Sieb über leicht köchelndem Wasser plissiert.

Mein Versuch 1 war dann 45 Minuten bei 120 Grad im Backrohr, mit einem Teller Wasser für ein wenig Feuchtigkeit. Versuch 2 – mit derselben Schablone – war 45 Minuten im Dampfdruckkochtopf mit Dämpfeinsatz. Die Schablone lässt sich eigentlich gar nicht gut biegen, sie ist zu steif für den Topf, aber ich wollte ausprobieren, wie das Aquarellpapier die Feuchtigkeit verträgt, und habe sie hineingequetscht. Der Vorteil beim Rohr ist, dass der Stoff und die Schablone nicht so feucht sind und man den Stoff relativ bald nach dem Auskühlen auspacken kann. Beim Dampftopf muss es erst ein bisschen trocknen.

Plissee_Backrohr Kochtopf

Einmal Backrohr, einmal Topf

Das Auspacken war eine spannende Sache:

Das Ergebnis hat uns (der Göttergatte war mindestens so gespannt wie ich!) positiv beeindruckt: Das Aquarellpapier hat die Tests gut überstanden, die Schablone kann ich weiter verwenden. Beide Methoden ergaben tatsächlich ein schönes Ergebnis! Die Haltbarkeitsprobe fehlt aber noch: Ich habe die beiden Probestücke noch nicht gewaschen.

Plissee_07_Ergebnisse

Ergebnis: links aus dem Backrohr (nachdem wir es schon ein paar Mal angefasst und auseinandergezogen hatten) rechts frisch aus dem Dampftopf.

Falls ich wirklich jemals einen richtigen Schal mache, würde ich die gebundene Schablone jedenfalls zum Dämpfen zu Jassis bringen. Aber ob ich das wirklich mache, zwei Meter Aquarellpapier falten… Da müsste ich irgendwann zu viel Zeit haben… Auch habe ich den Eindruck, dass der dünnere Plissée-Spezialkarton viel leichter zu falten ist. Hat vielleicht jemand eine Idee, wo man so einen Karton herbekommen könnte?

Ende September geht’s regulär weiter mit den Stoffspielereien, am 25. September 2016 zum Thema „Von Gold bis Blech – Metallstickerei“ bei Suschna. Bis dahin wünsche ich Euch einen schönen restlichen Sommer und verabschiede mich in den Urlaub.

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findet Ihr bei „Siebensachen zum Selbermachen“. Meine Beiträge zu den Stoffspielereien sind hier versammelt.

Links und Quellen

28 comments

  • liebe Gabi
    Die Reportage über die Plisee-Werkstatt hat mir sehr gut gefallen. Ich habe eine Einkaufstasche aus Synthetik aus Japan, die genauso gefaltet und gedämpft worden ist. Kennst du das neueste Buch von Paul Jackson über Falttechniken? Da hat es die Schablone auch drin und noch andere Falttypen.
    herzlicher Gruss
    Natalie

  • heike

    hallo gabi,
    spontan hätte ich dir die plissieranstalt am färberplatz genannt, die fiel mir vor 21 jahren gleich auf (wahrscheinlich wegen der altvatrischen anmutung, omas faltenröcke und so) und war mir nicht bewusst, dass es sie nicht mehr gibt. aber ich gehe ja auch seit jahren auf dem weg zur stadtbibliothek bei jassis vorbei, ohne die schätze hinter dem schaufenster zu sehen… danke, dass du mir neues in meiner lieblings-lebensstadt zeigst, lg heike

    • Hallo Heike, ich danke Dir für diesen feinen Kommentar! Gäbe es die Stoffspielereien nicht, ich wäre nie im Leben draufgekommen, wie spannend Plissée sein kann. Und welche Schätze sich in Graz verbergen. Liebe Grüße, Gabi

  • Suschna

    Nun habe ich mich auch auf den neusten Stand gebracht und danke dir sehr für den Bericht und das weitere Experimentieren. Gut zu wissen, dass Backofen wohl dieselbe Haltbarkeit gibt wie Dampfkochtopf – und das Aquarellpapier das aushält! Hier in Berlin gibt es ja noch den Materialladen Modulor, da kann man auch online recherchieren. Vielleicht gibt es dort so eine Art Filterpapier?
    Nun muss ich mich aber um die Metallsache kümmern. Vielleicht bis Sonntag?

    • Hallo Suschna, schön dass Du vorbeischaust! Bezüglich Haltbarkeit habe ich allerdings inzwischen (nach einem Monat Herumliegen der plissierten Teile) den Eindruck, dass mit Dampf plissiert haltbarere Falten ergibt als nur im Backofen. Der ultimative Test – nämlich jener des vorsichtigen Waschens – steht allerdings immer noch aus. Danke für den Tipp mit dem Laden in Berlin! Ich werde mich kundig machen. Diesen Sonntag schaffe ich glaub ich nicht zu den Stoffspielereien – mich beschäftigt noch der Herbstjacken Sew-Along mit Finale diesen Sonntag sowie eine Geldbörse für den Monats-Motto-Tausch. Aber natürlich werde ich bei allen vorbeischauen und mir Inspirationen holen!

  • Das ist ja ein spannendes und unerwartet vielseitiges Thema. Und wie man die Falten herstellt, darüber hab ich mir nie Gedanken gemacht. Ich dachte immer, so wie mit dem Bügeleisen, nur eben gewollt.

    LG Mareike

    • Schön, Mareike, dass Du es ebenfalls spannend findest. Bei der ersten Stoffspielerei habe ich es auch noch mit dem Bügeleisen probiert, bin dann aber eines anderen belehrt worden.

  • Liebe Gabi,
    faszinierend Dein Bericht: zuerst die Lampen (an denen wäre ich vermutlich mißachtend vorbeigelaufen) und dann die Plissieranstalt. Was es nicht alles gibt. Und die moderne Umsetzung der Falten in Röcke und Kilts – danke fürs Vorstellen und Zeigen.
    Vielleicht findest Du ja noch Plissier-Schablonen-Papier und dein Traum von einem plissiertem Schal wird wahr. Dein Versuch sieht ja schon sehr vielversprechend aus.
    Liebe Grüße
    Ines

    • Liebe Ines, je länger ich drüber nachdenke, desto sichererererer bin ich mir, dass das mit dem Schal wirklich noch was wird… 😉 Bisschen Zeit investieren und: Voilà! lg, Gabi

  • Bele

    Genau das liebe ich an den Stoffspielereien: Dass man von einem Thema gepackt wird, das vorher völlig ausserhalb der eigenen Wahrnehmungszone lag! Sehr toll, deine Versuche und dein Durchhaltevermögen.
    Wir waren beim Bloggertreffen letzten November bei dem oben schon mehrfach zitierten Plissee-Becker in Köln. Der Ansprechpartner dort heißt Rolf Teichmann und ist sehr nett und kooperativ. Dort hat die Plissieranstalt vor allem Dank der Faltenröcken der Funkenmariechen im Kölner Karneval überlebt.
    Danke für den Bericht aus Graz!
    LG, Bele

    • Hallo Bele, danke für Deinen netten Kommentar! Ich glaube, dem Herrn Teichmann muss ich wirklich mal schreiben wegen der Pappe. Und schön langsam juckt es mich: Wann und wo ist denn Euer nächstes Bloggertreffen? Liebe Grüße, Gabi

  • Bei unserem Besuch bei Plissee Becker (http://www.plissee-becker.de/de/) in Köln (letzten November beim Nähbloggerinnentreffen) hat Herr Teichmann erzählt, dass es das Papier für die Schablonen wohl nicht mehr gäbe, aber es gibt wohl für Autos ein Filterpapier, dass die gleichen Eigenschaften hat, was er nun verwendet. Vielleicht dort mal nachfragen? Ansonsten frag doch Jasmin, ob sie dir den Kontakt zu dem Menschen vermitteln kann, der neue Schablonen macht. Vielleicht weiß der mehr?

    • Danke für den Kommentar, Frau Drehumdiebolzen! (Ich verstehe das so, dass Du und Lucy Euch letztes Jahr in Köln getroffen habt.) Gleich nach dem Urlaub werde ich nachfragen. Damit ich keine Ausrede habe und eine groooooße Schablone falten muss. 😉 Schön, dass Du mal hier vorbeigeschaut hast. Liebe Grüße, Gabi

  • Spannend! Ich verlinke das gleich noch bei den Stoffspielereien.
    Der Herr von Plissee Becker in Köln meinte, man würde heute ein bestimmtes Filterpapier aus der Autoindustrie (für Luftfilter oder so?) verwenden. Das entspräche der Schablonenpappe, die ansonsten nicht mehr hergestellt würde. Dass sich diese Pappe wirklich leichter falten lässt als dickes Aquarellpapier, bezweifele ich aber, der wichtige Punkt ist wohl eher die Haltbarkeit der Schablone. Für einmal plissieren ist es wirklich unendlich aufwendig…

    • Danke, liebe Lucy, fürs Verlinken! Dann werde ich mich diesbezüglich doch mal direkt an den Herrn von Plissee Becker wenden. In dem Video von dem Plisseur aus Paris bilde ich mir ein gesehen zu haben, dass die eine Schablone neu falten, mit einfachen Fingerbewegungen. Das sah ganz leicht aus. Ich kann mich aber auch täuschen, vielleicht haben die was anderes gemacht. Jedenfalls danke für den Tipp! Falls ich wirklich so eine große Schablone falten sollte, vielleicht kann man sie ja dann auch öfter verwenden. (Vielleicht mag noch jemand anderer einen Schal 😉 ) Liee Grüße, Gabi

  • Wahnsinn, wie du dich da ins Zeug gelegt hast. Ich habe es gestern schon gelesen, werde aber demnächst nochmals alles in Ruhe erneut lesen und surfen und weiterlesen. Klasse! Danke vielmals dafür.
    LG. Susanne

    • Gerne, liebe Susanne! Toll, wenn Du den Beitrag nicht nur ein- sondern zweimal liest und weiterverfolgst. Ich fühle mich geehrt. (Ernsthaft.) Liebe Grüße, Gabi

  • Wow. Toller Bericht, beeindruckendes Ergebnis.
    Die Schablone zu falten, mag ich mir gar nicht vorstellen – ich bin schon bei kleinen Plisseeanhängern fast verzweifelt..
    Liebe Grüße,
    Sandra

    • Hm ja, die Schablone war ein bissl ein Krampf zum Falten. Wie das Muster geht hatte ich ja schon bei der ersten Plissee-Spielerei rausgefunden, und das Vorritzen geht eigentlich auch, aber das Falten ist trotzdem mühsam bei dem dicken Papier, vor allem in der Mitte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass kleine Plisseeanhänger wiederum fitzeliger sind? Liebe Grüße, Gabi

  • Boah, wieder so ein toller Beitrag! Liebe Gabi, ich liebe deine Stoffspielereien und wie neugierig du doch auf Neues bist! Ganz toll und faszinierend, denn selber bewege ich mich doch in einem sehr kleinen „Stoff-Radius“.. Danke für die schönen Beiträge und fabelhaften Erklärungen. Hier kann ich so viel dazu lernen 🙂
    Ganz lieben Gruß!
    Susanna

  • Ich bin total begeistert von deinem Fleckerl… und der Recherche!!! Total interessant! Auch wenn Plissee irgendwie weiterhin nix für mich is. 80er-Jahre-Oma-Trauma… oder so. Meine Oma war Schneiderin und hat in den 80ern einiges draus fabriziert. Ich fand es damals schon ein scheußliches Material.

    • Liebe Eva, ich finde Polydingsbums jetzt auch nicht das beste aller Materialien, ich mag lieber Naturfasern. Aber so zum Akzente setzen fasziniert mich das. Ist wohl mein Hang zur Geometrie und zum Exakten, der da rauskommt. Dieselbe Faszination wie ich bei Origami und Paper Architecture empfinde. lg, Gabi

  • Hallo Gabi, ich finde das Thema total spannend und habe schon bei deinem ersten Bericht gestaunt. Mir gefällt diese Art, wie man den Stoff verarbeitet, bzw. wie man Elemente davon in Kleidungssstücke einbauen, oder so wie du es vorhast – als Schal verwendet. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Geduld dazu aufbringen würde zb solche Schablonen zu machen. Hut ab! Lieben Gruß, Esther

    • Dank Dir, Esther! Ja, das mit der Geduld ist mir diesmal auch schwer gefallen… Ich möchte aber unbedingt so einen Schal haben, bzw. denk ich mir jetzt auch, dass zu einer schlichten Bluse Ärmel mit so einem Plisse einfach super aussehen müssten! Aber immer der Reihe nach. Zuerst probier ich jetzt mal, ob die Falten auch nach dem Waschen noch drinnen sind. Bzw. würde ich ein großes Ding ja sowieso in die Plissieranstalt in den großen Ofen geben und dort dämpfen lassen. Mal sehen. Vielleicht langsam, über ein paar Monate, so nach und nach, wie man einen Pullover strickt, könnte ich ja hin und wieder falten… lg, Gabi

  • hochinteressant!!
    hab mich grad durchgelesen und durchgeguckt!

    LG Agnes

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