Tutorial: Männerhandtasche

Schlüssel, Handy, Geld

Jeden Morgen, bevor wir die Wohnung Richtung Schule und Arbeit verlassen, rezitiert jedes Familienmitglied unser Mantra: „Schlüssel, Handy, Geld.“ Wer eines dieser Dinge vergessen hat, muss umdrehen und noch einmal zurück nach Hause. Was bei vergessenem Schlüssel schwierig werden könnte. Also lieber vorher dran denken, sie einzupacken!

(Der Schwiegervater fügt gerne noch „Kopf“ hinzu, den man auch nicht vergessen sollte. 🙂 Wir haben das umgedeutet in: „Habe ich den Radhelm aufgesetzt?“)

Wenn der Göttergatte den Laptop nicht braucht und daher ohne große Umhängetasche unterwegs ist, nimmt er die drei oben genannten Dinge irgendwie mit. Zum Beispiel in die Hosentaschen vorne und hinten eingesteckt, wobei: Aufs Geldbörsel oder das Handy draufsetzen ist meist unbequem. Und der dicke Schlüsselbund schon überhaupt. Also hält er sie dann in der Hand. Oder legt sie irgendwo ab und vergisst sie dort. Bevorzugt im Auto. Oder er fragt, ob ich sie für ihn in meiner Tasche einpacken kann.

Und alles nur, weil der Arme keine „Handtasche“ hat. Sprich: Eine kleine Tasche, in die gerade diese drei Dinge passen. Plus eventuell ein paar Taschentücher, für alle Fälle.

Oder besser: Weil er keine hatte. Denn jetzt hab ich ihm endlich eine genäht. Ich weiß ja nicht genau, wie modern Herrenhandtaschen gerade sind (und ich weiß auch nicht, wie wichtig es ist, ob modern oder nicht), aber im Endeffekt geht’s ja mehr um „praktisch“ und weniger um „modisch“. Außerdem ist es keine Hand- sondern eine kleine Umhängetasche geworden. Nur sein Kopf hat darin keinen Platz, den muss der Göttergatte leider weiterhin auf dem Hals sitzend mitnehmen. 🙂

Die Teile habe ich bereits im letzten Sommer zugeschnitten, nach dem Maß einer anderen, vorhandenen kleinen Tasche. Jetzt gab’s drei gute Gründe, sie endlich fertigzustellen: (1) Den Geburtstag des Göttergatten. (2) Meinen Vorsatz, ab sofort zumindest ein Mal im Monat auch was für meine Familie zu werkeln. (3) Die wunderbare Veronika aus einer Facebook-Gruppe, die mir ihre Stickmaschine (eine Brother Innovis V3) für ein paar Tage zu Testzwecken geborgt hat. Wie unglaublich nett ist das denn!?!

Und so kommt’s zu der Ironie, dass ich gerade erst die handgestickt-Linkparty eröffnet habe, aber heute etwas mit einer Stickmaschine maschinell Besticktes zeige und aus dem Schwärmen über diese Maschine nicht mehr herauskomme. (Die ist sooooo genial! Aber auch soooo teuer!) Nun gut. *räusper*. Wenn ich mal groß bin, wird bei uns bestimmt auch eine Stickmaschine einziehen.

Material

Diese Tasche ist nicht besonders schwierig zu nähen: Ich habe die Tasche offenkantig genäht (Leder franst ja nicht) und auf ein Futter verzichtet. Zur Illustration habe ich trotzdem ein kleines Tutorial mit Bildern vorbereitet.

Meist sind es ja eher die Maße, an denen man herumtüftelt (zumindest ich).

Da die Tasche aus einfachen Rechtecken zusammengesetzt ist, braucht Ihr kein Schnittmuster.

Maennertasche_01_Schnitt-Teile_beschriftet Material:

  • ca. 50×50 cm (Kunst)Leder, daraus zuschneiden:
    1 Stück 17 x 20,5 cm = Vorderteil
    1 Stück 17 x 40 cm = Rückenteil mit Klappe
    1 Stück 17 x 6 cm = Boden
    2 Stück 20,5 x 6 cm = Seitenteile
    In den Maßen sind 7 mm Nahtzugabe für eine offenkantig genähte Tasche enthalten.
  • ca. 2 Meter Gurtband, 4 cm breit oder etwas schmäler
  • Schnallen zum Durchfädeln des Gurtes, falls Ihr ihn längenverstellbar machen wollt.
  • 1 Magnetverschluss (habe ich mal auf einem Markt mitgenommen; bekommt man aber sicher im Internet)
  • 1 Zange zum Befestigen des Magnetverschlusses (ohne Bild)
  • 1 Ledernadel für die Nähmaschine (ohne Bild)
  • Besonders starkes, reißfestes Nähgarn für die Nähmaschine (ohne Bild)
  • eventuell: Stickfüßchen für die Nähmaschine
  • einige kleine Klammern zum Zusammenhalten der Leder-Lagen (Stecknadeln funktionieren nicht) – früher habe ich dafür kleine Deko-Wäscheklammern verwendet, die gehen genausogut.

Nähen

Im Folgenden zeige ich Euch, wie ich’s gemacht habe, inklusive ein paar Tricks zum Nähen von sehr dicken Werkstücken.

Falls Ihr Stickereien oder Applikationen anbringen wollt, dann am besten noch vor dem Nähen, noch besser sogar vor dem Zuschneiden des Stoffes, weil eine Stickmaschine nie bis ganz zum Rand des Stickrahmens sticken kann. (Allen Besitzerinnen von Stickmaschinen ist das klar.)

Die Enden des Gurtbandes verschmelze ich gerne vorsichtig mit einem Feuerzeug, damit sie nicht ausfransen.

Die Enden des Gurtbandes verschmelze ich gerne vorsichtig mit einem Feuerzeug, damit sie nicht ausfransen.

Als erstes den Gurt durch die Schnallen fädeln. Am besten schaust Du Dir den Weg einfach bei einer vorhandenen Tasche ab.

Als erstes den Gurt durch die Schnallen fädeln. Am besten schaust Du Dir den Weg einfach bei einer vorhandenen Tasche ab. Die beiden Enden einschlagen, ein vorher abgeschnittenes Stückchen falten und separat durch die Öse fädeln.

Ein Ende des Gurtes an einem Seitenteil festnähen. Das Leder mit dem dreifach gefalteten Gurtband drüber hat nicht mehr unter meinen normalen Nähfuß gepasst! Ich bin auf ein Stickfüßchen ausgewichen, mit dem es gut geklappt hat.

Ein Ende des Gurtes an dem einen Seitenteil festnähen. Das Leder mit dem dreifach gefalteten Gurtband drüber hat nicht mehr unter meinen normalen Nähfuß gepasst! Ich bin auf ein Stickfüßchen ausgewichen, mit dem es gut geklappt hat.

Maennertasche_05_Tragegurt-festnaehen_beschriftet

Das zweite Ende des Gurtes am zweiten Seitenteil festnähen: Am besten einmal im Quadrat und dann noch einmal kreuzweise.

Maennertasche_06_Seitenteile und Boden und Gurt zusammengenaeht_beschriftet

Dann den „Rahmen“ der Tasche schließen: Beide Seitenteile füßchenbreit (7mm) an den Bodenteil nähen. Jeweils 7 mm vom Rand entfernt beginnen und enden! Also die Nahtzugabe fürs spätere Annähen des Vorder- und Rückenteils aussparen. Anfang und Ende der Nähte verriegeln.

Beim Zusammennähen vor allem darauf achten, dass die Teile nicht in sich verdreht sind! Dann überlegen, wie die Tasche hauptsächlich getragen wird: über die linke oder die rechte Schulter? Für meinen Geschmack sollte sich die Schnalle zum Einstellen der Gurtlänge dann eher am Rücken befinden.

Dann beginnen, das Rückteil an den „Rahmen“ zu nähen. Ich habe das wieder mit dem normalen Nähfüßchen gemacht, weil mit dem Stickfuß meine Naht so krumm geworden ist. Jede Naht einzeln nähen, immer von Ecke zu Ecke (also: Seite links, unten, Seite rechts). Anfang und Ende jeder Naht verriegeln.

Wo bereits die Schnalle am Seitenteil angenäht ist, wird das Daran-vorbei-Nähen etwas tricky, weil eng. An diesen Stellen habe ich einfach manuell am Rad gedreht und Stich für Stich genäht. Vor allem auch, weil meine alte Maschine keine langsame Geschwindigkeit kann. Das geht dann immer noch einfacher, als das Leder mit der Hand zu nähen.

Maennertasche_11_offenkantig

Die Ecken treffen dann ziemlich gut aufeinander.

Maennertasche_12_Magnetverschluss

Dann waren noch die vier Teile des Magnetverschlusses zu positionieren und zu befestigen.

Maennertasche_13_Magnetverschluss

Ich hatte vorab nicht bedacht, dass die Rückseite des innen liegenden Magnetverschlusses ja außen zu sehen sein würde… Über diese Stelle habe ich mit Textilkleber einen kleinen Lederkreis geklebt.

Maennertasche_14_Goettergatte

Der Göttergatte hat sich gefreut und verwendet die Tasche sogar!

Maennertasche_Schluesse-Handy-Geld

Und sie ist genau richtig dimensioniert für die kleinen Sachen: Schlüssel, Handy, Geld.

Beim Nähen hatte ich meine Bedenken, ich hatte mit mehr Zickerei meiner Maschine (bei so dicken Stofflagen Stiche auslassen?) gerechnet. Die 25 Jahre alte „Privileg Super Nutzstich“ hat sich zwar zeitweise angehört wie ein Traktor, sie hat aber alles ganz brav genäht, wenn auch manchmal langsam, per Handbetrieb. Aber ich bin ganz schön stolz auf sie.

 

Wie ist das bei Euch? Besitzen Eure Männer kleine Taschen oder nur große? Was finden sie praktisch? Oder stecken Eure auch alles ohne extra Tasche ein?

Das ist drin

  • Beschichtetes Leder, ein Möbelstoff (vom Stoffgeschenk meines Bruders)
  • Gurtband gekauft beim Hirt
  • Schnallen recycelt von einer alten, kaputten Tasche
  • Magnetverschluss gekauft in der Provence
  • Stickerei: Schrift aus dem Bestand der Brother Innovis V3

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22 comments

  • Huhu liebe Gabi,

    danke für die tolle Anleitung, die ist ganz wunderbar erklärt. Ich finde Männertaschen wunderbar bis schick (wie deine!) und fände es sehr schön, wenn mehr Männer damit statt mit Handy-und-Gelbeutel ausgebeulten Hüften zu sehen wären.
    Das ist also der Götterich? Dann bestelle ihm die besten Grüße und sprich ihm ein dickes Lob aus. Männer lassen sich meist nur unter Androhung von erotischen oder kulinarischen Lustbarkeiten für Fotozwecke Ihrer Frauen einspannen. Wenn sie es dann tun, ist das auf jeden Fall einen Beifall wert!
    Mein Mann klebt sich seine „Belongings“ offensichtlich mit Doppelklebeband an seine Körperteile, rasselt beim Gehen wie ein Werkzeugkasten und kann sich nur unter Schmerzen setzen. Gerne packt er seine Jackentaschen wie ein Selbstmörder voll, watschelt dann mit abgespreizten Armen wie ein Michelin-Männchen und weigert sich standhaft, die Jacke selbst bei 40 ° C abzulegen.
    Schön, dass deine Überzeugungsarbeit so erfolgreich gefruchtet hat. Ich muss da wohl noch mal ran.
    Herzliche grüßt dich

    Edna Mo

    • Liebste Edna, wegen solcher Kommentare wie dem deinen allein lohnt sich schon das Bloggen! Ich brech nieder ob Deiner wunderbar anschaulichen Darstellung des Michelin-Gatten! Die besten Grüße sind bestellt und der meine bedankt sich auch für das Lob. (Wenn ich mehr für ihn mache, wird er sich auch mehr ablichten lassen. Da hat er eigentlich gar nicht viel dagegen. Und eine bessere Kamera gibt’s auch bald bei uns!) Na, dann überzeug mal. Vielleicht lässt sich der Deine überzeugen, so von Vollbartträger zu Vollbartträger. Es grüßt zurück die Gabi

  • haha, den spruch sollte meiner wohl auch mal lernen. leider würde er so eine tasche dann nie nehmen. aber super anleitung!
    lg Andrea
    (ps. wie süß, dass du gleich in deiner neuen bluse genäht hast!!)

    • Danke, Andrea. Ja, Männer und Taschen, das ist meistens so komplett anders als Frauen und Taschen. Nett, dass Du auch gleich die Bluse gesehen hast. 😉 Die hat offensichtlich wirklich in Klosterneuburg großen Eindruck gemacht 🙂 Liebe Grüße, Gabi

  • Haha, witzig! Bei uns ist der Spruch: Schlüssel, Handy, Geld. Brille! (also auch in der Reihenfolge! 🙂
    Wobei die Brille auch nur mich betrifft…
    Die Männerhandtasche ist echt genial und perfekt für deinen Mann! Danke für das Tutorial!
    Bei meinem Mann werden immer die Taschen vollgefüllt…daher werden auch nur Hosen mit großen und vielen Taschen gekauft. Was anderes kommt ihm nicht ins Haus. Außer meiner eigenen Handtasche. Wenn wir nämlich unterwegs sind, dann bekomme ich die Sachen zum Tragen. Tststs
    Du trägst ja auch brav dein neues Shirt beim Nähen…hat das Adlerauge sofort entdeckt! Finde ich klasse!
    Dass du gerade eine Stickmaschine hast macht mich auch ein bisschen (sehr viel) neidisch! Das ist bestimmt super! Ich bin gespannt, was du da gerade noch so machst!
    Liebe Grüße
    Charlie

    • Haha, wie genial, dass Ihr denselben Spruch habt! Zufälle gibt’s. 🙂 (Oder vielleicht ist der Spruch in der Reihenfolge auch am einprägsamsten weil rhythmisch? Verwendet sonst noch jemand von meinen Leserinnen denselben Spruch?)
      Und? Wirst Du Moritz von den Vorteilen einer eigenen Männerhandtasche überzeugen können? Oder vielleicht mag er sich ja selbst eine nähen, damit er in Übung bleibt? 😛 Bei mir wäre eigentlich als nächstes der Sohn dran, mit so einer Tasche benäht zu werden (der auch immer alles in seine großen Taschen einsteckt), aber der findet das total uncool und weigert sich. Noch.
      Jaaaa, die neue Bluse trage ich total gern und oft! Ich hab so eine Freude damit! Bei kühlerem Wetter ziehe ich noch ein Trägershirt drunter, und im Sommer wird sie einfach genial luftig und fein zu tragen sein, im Vergleich zu den engen Jersey-Shirts, die ich sonst trage.
      Die Stickmaschine musste leider schon wieder zu ihrer Besitzerin zurückwandern (Platzmangel!!!), aber im Juli darf ich sie mir aber noch einmal ausborgen. Juppidu! So viel hab ich damit jetzt gar nicht bestickt, weil ich von all den Möglichkeiten so überfordert war, aber bis in vier Wochen werde ich neue Projekte vorbereitet und einiges zugeschnitten haben. Und dann geht’s rund! 🙂
      Schönen Sonntag, Gabi

      • Äh ja…also….nee. Ich glaub die Männerhandtasche ist Moritz nicht so geheuer 🙂 Aber ich werde es weiter versuchen…steter Tropfen und so. Machst du ja bei deinem Sohn auch 😉
        Liebe Grüße
        Charlie

  • Liebe Gabi! Da wollt ich in deinem Blog rumstöbern und bin gleich bei der Tasche hängen geblieben! Die Tasche ist toll geworden und ich wollt schon fragen, ob du tatsächlich Kunstleder verwendet hast, weil´s wie echtes auf den Bildern wirkt. Hab die Antwort aber eh schon gelesen 🙂
    Das Tutorial ist auch ganz große Klasse! Danke! Mein Freund hätte sich schon lang eine kleine Tasche gewünscht, nur wusste ich einfach nicht, wie ich sie männertauglich hinbekomme. Ich werde ihm deine Version gleich Mal zeigen, denn ich find sie cool!
    Freut mich voll, dass du auch mit einer Privileg nähst!! Ich beneide die anderen Blogger immer sehr, wenn ich ihre professionellen Nähmaschinen sehe, doch muss auch sagen, dass meine Privileg mir echt gute Dienste leistet. Wie du geschrieben hast, man unterschätzt oft ihr Durchhaltevermögen 🙂
    Ich werd noch kurz weiterstöbern – heut bin ich schon so müd – nehm mir aber ein anderes Mal mehr Zeit dafür, denn schon am ersten Blick konnte ich erkennen, dass dein Blog ganz viele schöne Ideen und Werke beinhaltet, auf die ich noch sehr neugierig bin!

    Gute Nacht und lieben Gruß!
    Susanna

    • Hallo Susanna, schön, dass Du vorbeischaust! (Ich glaub, Create in Austria ist eine gute Plattform! Schon zwei Besucherinnen von dort heute.) Ja, die Tasche ist eigentlich Leder, aber für Möbel wird Leder anscheinend auf der Außenseite noch einmal mit einer Stoff/Kunststoffschicht beschichtet, damit es sich beim Sitzen auf der Haut „wärmer“ anfühlt. Wusste ich nicht, bis mein Bruder für ein Möbelhaus zu Arbeiten begonnen hat.
      Cool, wenn Dir die Tasche gefällt! Hast Du (dickes) Leder zuhause? Ich kann mir vorstellen, dass man auch andere dicke Stoffe verwenden kann, vielleicht mit der Overlock einfassen und trotzdem offenkantig nähen. Das kann vielleicht auch ganz gut aussehen?
      Oh ja, das Nähmaschinen-Thema… Ich schau auch immer mit großen, feuchten Augen auf diese tollen Maschinen mit 500 Zierstichen und automatischem Einfädler… Und bin dann doch wieder ganz zufrieden mit meiner. (Verzierungen stick ich mit der Hand und sparen tu ich zuerst mal auf eine Coverlock.) Meine Maschine hab ich knapp vor oder nach der Matura von meiner Mutter geschenkt bekommen. Ich habe dann mal recherchiert und bin draufgekommen, dass mehrere namhafte Nähmaschinenhersteller für Quelle die „Privileg“ produziert haben. Meine ist also eigentlich eine Janome. Und Deine?
      Ich freu mich, wenn Du Dir die Zeit zum hier Stöbern nimmst! Sei Willkommen, mach’s Dir gemütlich, sieh Dich in Ruhe um!
      Liebe Grüße, Gabi
      PS: Oooooh, und du folgst mir jetzt auf Bloglvin‘! Vielen herzlichen Dank!

      • Liebe Gabi, das ist ja echt interessant mit der Beschichtung! Einen passenden Stoff oder Leder hätte ich noch nicht für die Tasche, aber ich muss zuerst eh erstmal herausfinden, ob mein Freund so eine Tasche mögen würde. Sein Geschmack ist mir bis heute ein Rätsel..wenn nicht, näh ich sie vielleicht trotzdem, ich finde sie nämlich sehr cool!
        Da hab ich ja überhaupt einiges Neues von dir erfahren! Die Info zu den Privileg Nähmaschinen les ich hier das erste Mal und werde da auch sicher recherchieren, um in Erfahrung zu bringen, was ich für eine Nähmaschine hab! Da ich nun so viel nähe, habe ich aber auch noch die uralte Bernina von meiner Großmutter bekommen. Sie ist ganz aus Metall und man merkt einfach, dass eine sehr gute Nähmaschine ist. Meine Mama hatte sie Zuhause verwahrt und nun herausgekramt. Ich schwöre dir, daneben können Engel schlafen, wenn man näht! sie ist so leise! Kein Vergleich zu meiner Privileg. Nur leider hat sie ein paar kleine Macken und sollte einfach mal zum Service, aber das hab ich leider bis heute noch nicht geschafft und so ist die liebe Privileg stattdessen im Einsatz.
        Ja, eine Coverlock wär klasse und auch eine Stickmaschine würde ich mir wünschen..und einen Plotter..undund
        aber um ehrlich zu sein, ich wüsste gar nicht wohin mit den schönen Maschinen. Mein Nähzimmer ist eine Ecke im Esszimmer und auf dem Esstisch hat auch schon meine W6 Overlock platz genommen 😉

        Lieben Gruß und bis bald!
        Susanna

        • Hallo Susanna, eine gute und relativ vollständige Übersicht, welche Firma hinter welcher „Privileg“ Maschine steckt, findest du im Forum von http://www.hobbyschneiderin24.net. (Man muss sich für dieses Forum anmelden.) Wie cool, dass Du die Bernina von Deiner Großmutter geerbt hast! Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass meiner Nähmaschine ein paar Tropfen Öl regelmäßig unglaublich gut tun! Wenn Deine Nähmaschine also klopft: unbedingt reinigen und ölen laut Bedienungsanleitung! Ja, den Maschinenpark ausbauen geht (fast) unendlich. Wir haben noch einen Plotter, den auch mein Bastler-Göttergatte benutzt. Alles andere muss warten. (Auch mein Nähplatz ist im Wohnzimmer und ich okkupiere auch immer wieder den großen Esstisch zum Zuschneiden.) Liebe Grüße, schönes Wochenende! Gabi

          • Liebe Gabi! Die Bernina stand fast 20 Jahre in der Ecke, ohne gebraucht zu werden! Gründlich putzen und ölen ist auf jeden Fall Mal sehr wichtig. Ich muss das eh bald in Angriff nehmen, sonst gammelt das gute Stück ja weiterhin nur im Eck rum..und das wär schon schad, weil die ist echt schön.
            Hab grad nach geschaut, wir haben die gleiche Privileg! Hi hi! Ich hab auch die Supernutzstich und wie schön zu wissen, dass man nicht so tolle eigensangefertigte Nähzimmer braucht, um kreativ zu sein. Eine Ecke mit Esstisch in Reichweite, ne robuste Privileg und etwas Toleranz von den Lieben und schwups hängt schon ein Täschchen um den Hals 🙂

            Ganz liebe Grüße und gute Nacht!
            Susanna

  • Sag mal, wie konnte mir dein Blog bis jetzt entgehen?!? So viele tolle Dinge, ich surfe gerade beglückt durch deine Werke.

    • Na, meinen Blog gibt’s seit etwas über einem Jahr, ist noch nicht so lang. 😉 Mir ist dein Füchslein schon öfter in Kommentaren aufgefallen, vielleicht hab ich dann aber bei Dir immer nur sporadisch gelesen und nie kommentiert? Jedenfalls schön, dass Du jetzt hergefunden hast, und ich freu mich sehr, dass Dir gefällt, was ich mache! Schau Dich in Ruhe um, mach’s Dir gemütlich, vielleicht werden wir ja gegenseitig Stammgäste auf unseren Blogs. 🙂 Ein schönes Wochenende und liebe Grüße von der Gabi

  • Die Tasche ist genial von der Größe und absolut männertauglich. Das es hier gleich ein Tutorial dazu gibt finde ich überaus praktisch. Nun wird es in Zukunft wohl mehr Männer geben, die ihr Zeug selbst tragen müssen 😉
    Danke fürs teilen <3
    Liebe Grüße
    Gusta

    • Ja? Ist Deiner auch von der Sorte „Schatz, kannst Du meine Sachen einstecken?“? Warum eigenentlich gibt’s so viele Schnitte für Damen-Handtaschen und so wenig für den Mann? Abgesehen davon muss ich unbedingt bald wieder in Deiner Linkparty stöbern, da gibt’s immer so feine Sachen! Liebe Grüße, Gabi

  • Rosy | Love Decorations

    Liebe Gabi,

    großes Like für deine Männerhandtasche – gefällt mir richtig richtig gut!
    Durch die Schlichtheit + Leder ideal für Männer 🙂

    Obwohl ich glaube, dass meiner trotzdem auf so eine Handtasche verzichten würde – er braucht immer seine Wertsachen nah am Körper, sonst ist er unruhig. Außerdem besteht bei ihm die Gefahr, dass er die Tasche irgendwo liegen lässt ziemlich groß, haha 😀

    Ich bin leider so unbegabt, was die Nähmaschine angeht und bewundere Menschen wie dich umso mehr 😉 Mach weiter so!

    Ganz liebe Grüße und eine schöne Woche dir noch,
    Rosy ♥

    • Hallo Rosy, herzlich willkommen auf meinem Blog! Ja, das am Körper Tragen macht mein Mann auch gerne, nur dass die Sachen dann halt oft nicht am Körper bleiben sondern irgendwo abgelegt und dort vergessen werden. (Gestohlen oder vergessen kommt ein bisschen aufs Selbe raus.) Danke für die Bewunderung, aber das ist nichts, was man nicht lernen könnte. Wenn man das will. Muss aber nicht jede alles machen, nicht wahr? Du machtst dafür die aller-entzückendsten Papierblumen. Da ich auch einen eher schwarzen Daumen habe, werden wohl auch hier über kurz oder lang so richtig haltbare Blumen einziehen. Dein Blog ist dafür ja die beste Inspiration! Liebe Grüße, Gabi

  • Veronika

    eine tolle Tasche mitsamt toller Anleitung – mein Mann lässt immer mich sein Zeug tragen, wenn er allein unterwegs ist beult er lieber seine Taschen aus. Ich werd mal die Idee einer Tasche andiskutieren ;-). Danke!

    • Hah, richtig! Das hatte ich ja ganz vergessen: „Duhu, Schahatz? Kannst Du das bitte für mich einstecken?“ Eigentlich hatte ja ich befunden, dass er eine kleine Tasche gut gebrauchen könnte. 😉 Bin schon gespannt, was bei Deiner „Andiskussion“ herauskommt.
      Nochmal vielen, vielen, vielen herzlichen Dank fürs Borgen der Stickmaschine! Es gibt wirklich nicht viele, die ihr gutes (und teures!) Stück einfach so herborgen würden. Einfach großartig!

  • Hallo Gabi!

    Göga hat sich sogar fotografieren lassen! Sensationell.

    Du hast eine ganz wunderbare Anleitung geschrieben und mit so viel liebevollen Details Deine Bilder ergänzt! Obwohl ich sowas sicher nie nähen werde. Herr Widerstand braucht VIEL Platz für seine Sachen, er ist daher mit Rucksack unterwegs, damit alles mit dabei ist.

    Sohnemann würde sowas brauchen, er macht mit Handy und Schlüssel alle Hosen kaputt. Würde aber nie eine Tasche verwenden.

    lg
    Maria

    • Gell? Sensationell verwackelt ist das Bild auch… Leider. Ich glaub, das müssen wir noch einmal besser hinbekommen.
      Danke fürs Lob für die Anleitung! Ich bin mir nie sicher, ob es ausführlich genug erklärt ist. Ist wahrscheinlich auch abhängig von der Zielgruppe. Nähanfängerinnen könnten vielleicht noch mehr Infos brauchen, für Frauen und Männer, die eh viel Nähen, ist es vielleicht ein bissl zu viel erklärt. Ich habe lange nachgedacht, ob ich die Anleitung in ein PDF auslagern soll, dafür hatte ich dann aber wieder zu wenig fotografiert. Wie auch immer, der Artikel ist draussen.
      Er hat sich wirklich sehr gefreut und verwendet die Tasche bisher regelmäßig. Mal sehen, ob das zur Gewohnheit wird, oder ob die alten Gewohnheiten überwiegen. Vielleicht kommt Dein Sohn eines Tages auf den Geschmack? Liebste Grüße, Gabi

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