Stoffspielereien im April: Seltene Techniken

Reise-Klöppelkissen

Für die heutigen Stoffspielereien hat Suschna von Textile Geschichten das Thema Seltene Techniken ausgesucht. Ich wollte ganz viel klöppeln und das dokumentieren. Obwohl in diese Richtung nicht viel passiert ist, habe ich in dieser Spielerei mit einem kleineren Kissen experimentiert und es hat sich eine mentale Blockade gelöst. Oder jedenfalls fast.

Ich bin immer wieder überrascht Menschen zu treffen, die sich unter „Klöppeln“ nichts vorsstellen können. Wem der Begriff etwas sagt, vor deren innerem Auge tauchen häufig überladene Vitrinen und unter Spitzendeckchen verschwindende Sofas auf. Die Technik wird – von denen, die prinzipiell wissen, worum es geht, sie aber nicht selbst praktizieren – häufig als langwierig, aufwändig und kompliziert wahrgenommen. Obwohl Spitze ja gerade in den letzten Jahren wieder verstärkt in der Mode aufgetaucht ist, ist das Klöppeln als Handarbeitstechnik – ich denke vorwiegend aufgrund seines verstaubt-schwierigen Rufes – nicht sehr verbreitet.

(Für alle, die es nicht kennen: Beim Klöppeln werden Fäden, die zur leichteren Handhabbarkeit auf Spulen mit Griff – die sogenannten Klöppel – gewickelt wurden, durch Verkreuzen zu mehr oder weniger komplexen Mustern verwoben.)

Beginn eines Musterbändchens

Mich interessiert Klöppeln weniger als Dekoration für den Wohnraum sondern vielmehr als feines Detail an Kleidung. Für eine Sommerbluse möchte ich dünne Bändchen mit geometrischen Mustern als Einsätze klöppeln. Vorletzes Jahr habe ich mich spontan zu einem Klöppelkurs angemeldet, aber das war für mich nicht der richtige Zugang. Ich müsste viel mehr üben, aber irgendwie greife ich – wenn ich nicht an der Nähmaschine sitze – immer zum Strick- oder Häkelzeug. Das liegt nur zum Teil daran, dass ich im Klöppeln noch nicht so geübt bin. Bei der Vorbereitung für den heutigen Termin ist mir erst klar geworden, was mich blockiert: Mit dem Strickzeug kann ich es mir am Sofa gemütlich machen, mit dem großen Klöppelkissen muss ich am Tisch sitzen, was ich eh schon den ganzen Tag am Computer tue.

Das große Klöppelkissen

Die Unterlage, auf der das Muster (der so genannte „Klöppelbrief“) befestigt wird, ist normalerweise ein großes, mit Stoff bezogenes Styrodur-Brett oder eine fest gestopfte Rolle auf einem Ständer. Beide Unterlagen müssen fest genug sein, dass die Stecknadeln, die man zur Fixierung des Werkstückes braucht, tief hineingesteckt werden können und fest halten. Die beiden Arten von Unterlagen sind einerseits regional unterschiedlich in Europa verbreitet, ich habe aber auch den Eindruck, dass beide Varianten je nach Werkstück ihre Vor- und Nachteile haben: Ich kann mir vorstellen, dass auf dem flachen Kissen Bilder und Deckchen besser gelingen, während mir eine schmale Rolle gerade für Endlosbänder einleuchtender erscheint. Für solche endlos fortlaufenden Muster gibt es auch flache Kissen mit Einzelteilen, die verschoben werden können. (Mein günstig gekauftes Brett ist als einzelnes großes Stück für fortlaufende Bänder eigentlich gar nicht geeignet.) Aber die eigentliche Blockade für mein Fortkommen mit der Technik ist, dass ich die großen flachen Kissen – egal ob aus Einzelteilen oder nicht – als sehr sperrig erlebe.

Ich möchte die Arbeit schnell zur Hand nehmen und auch wieder verstauen können. Die Klöppelei soll am besten – wie mein Strick- oder Häkelzeug – in meine handliche Handarbeitstasche passen, damit ich sie auch einfach im Zug oder in den Urlaub mitnehmen kann. (Leidenschaftliche Klöpplerinnen nehmen natürlich auch ihre großen Platten mit, aber ich hätte es gerne handlicher.) Und da ist mir die Idee gekommen, für meine Zwecke ein kleines transportables Klöppelkissen zu bauen.

Als Material für flache Klöppelkissen wird Styrodur empfohlen, das viel kleinporiger und fester als Styropor ist. Styrodur gibt es bei uns im Baumarkt als Dämmplatten (60×130 cm, 3 cm stark) um wenig Geld. Die Stärke von 3 cm ist gut, weil man die kleinen Stecknadeln zum Fixieren der Klöppelei darin völlig versenken kann. Das Material lässt sich mit einer Laubsäge problemlos sägen. Ich habe zwei Stücke mit je 13 x 13 cm geschnitten und mit Filz und Stoff bezogen. Für den Rahmen habe ich 4 Leisten (1×1 cm Querschnitt, jeweils zwei Stück 16 cm lang und zwei 27 cm lang) und eine Bodenplatte (16×29 cm) aus Sperrholz ausgesägt und mit Holzleim verleimt.

(Mein Mann ist ein Bastler. Schön, wenn man solches Material einfach zu Hause hat. 🙂 )

Das war nicht teuer und hat rund eine Stunde gedauert.

Größenvergleich große und kleine Platte

Erste Tests zeigen: Ich finde das Reisekissen nicht so praktisch wie ich das erhofft hatte, weil die Klöppel an den Seiten runterhängen oder auch vom Kissen runterrutschen und ich im Muster eher durcheinander komme, als wenn die Klöppel statisch auf der großen Platte liegen. Aber bei der Rollentechnik liegen die Klöppel ja auch nicht statisch, sondern werden irgendwie zur Seite gehängt, wenn sie gerade nicht gebraucht werden. (Ich muss noch ein paar Videos schauen.) Also denke ich, dass es auch eine Frage der Übung ist.

Die Reise-Klöppel-Platte im Test

Vielleicht sagen die alten Klöpplerinnen unter euch jetzt: „Da gibt es doch eine viel bessere Methode für unterwegs!“ Dann würde ich mich freuen, wenn ihr mir davon berichtet. Ich habe das so – als Reise-Klöppelkissen – vorher noch nirgends gesehen und freue mich erstmal über meinen Geistesblitz. Das Kissen habe ich natürlich so dimensioniert, dass es super in meine Blümchen-Handarbeitstasche passt, ohne die ich selten länger unterwegs bin.

Vergleich Strickzeug / Klöppelzeug in meiner Handarbeitstasche

Frage an die erfahrenen Klöpplerinnen unter Euch: Habt Ihr eine Lösung für unterwegs gefunden oder klöppelt Ihr sowieso nur zu Hause, am Tisch oder auf einem Ständer, mit viel Muße? Auf einer geraden Platte oder auf einer Rolle? Groß oder klein?

Ich freue mich auf Eure Kommentare, Gedanken und Anregungen!

Jetzt aber hurtig rüber zu Suschna, die die heutigen Beiträge sammelt. Ich bin sooo gespannt, welche Techniken diesmal ausprobiert wurden!

Die Stoffspielereien

Der nächste Treffpunkt ist am 28. Mai 2017 zum Thema „Jeans: Blau in allen Schattierungen“ bei Griselda.

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findet Ihr bei „Siebensachen zum Selbermachen“. Meine Beiträge zu den Stoffspielereien sind hier versammelt.

Die weiteren Termine bis zum Sommer:
28. Mai 2017: Jeans: Blau in allen Schattierungen (Griselda – Machwerk)
25. Juni 2017: Schwarz – Weiß (Lucy – Nahtzugabe)
Juli/August 2017: Sommerpause

49 comments

  • Ich hab das auch schon gesehen aber noch nie selber gemacht da ich auch den Eindruck hatte, das sei total kompliziert mit den vielen Fäden! Aussehen tut es aber schon toll und Spitzenverzierungen an Kleidung mag ich eigentlich sehr gerne. Vielleicht wage ich mich eines Tages auch noch an Klöppeln heran. Zur Zeit bin ich am Häkeln und Stricken steht als nächstes auf noch auf dem Programm… aber mal schauen, noch ist nicht aller Tage. Danke jedenfalls für die Inspiration! Liebe Grüsse, Nadia

    • Das schöne am Selbermachen ist, ja, dass die Inspirationen und Ideen und Projekte nie ausgehen! Und wenn wir 90 Jahre alt werden, wird es immer noch was Neues und Auszuprobierendes geben. Das finde ich schön. lg, Gabi

  • Edit: Jetzt habe ich in einem Handarbeitsforum ein ähnliches Reiseklöppelkissen entdeckt. Hätte mich ja gewundert, wenn ich die einzigste und erste gewesen wäre, die auf eine solche Idee kommt!

  • Bele

    Ich habe mal geklöppelt, um das Prinzip zu verstehen (und hatte glücklicherweise genügend alte Ex-Erzgebirgler im Bekanntenkreis, die das noch konnten). Auf einer selbstgemachte Monsterrolle mit Ständer und nur „Meterware“. Eine Technik zum Mitnehmen ist das für mich nicht unbedingt, da doch viele Nadelköpfe herauspieken und meine Fäden an den Klöppeln sich leicht lösten (diese Klemmen klingen allerdings praktisch…). Beim Arbeiten um die Rolle hatte ich übrigens seitlich tatsächlich immer Nadeln, auf die die gerade nicht benötigten Klöppelpaare „abgehängt“ wurden.
    Für Inspiration würde ich an der Fakultät für Angewandte Kunst in Schneeberg einmal schauen. Da wird viel zeitgenössisch geklöppelt.
    Ich bin gespannt, wo dich dein Klöppelweg hinführt 😉
    LG, Bele

    • Liebe Bele, was heißt „nur“ Meterware? Meterware ist genau das, was mich interessiert, aber ich habe noch keine Meter beisammen… Ich habe gelesen, dass es fürs Klöppeln auf Rollen spezielle „Hülsenklöppel“ gibt, bei denen der aufgewickelte Faden mittels einer Hülse eingeklemmt wird und gleichzeitig sauber bleibt? Ich habe auf dem flach liegenden Brett angefangen, wo die Klöppel immer da liegen bleiben, wo man sie gerade hinlegt. Obwohl ich das eigentlich super finde, wenn die Klöppel runterhängen und gleichzeitig die Fäden spannen. Aber wie das mit dem rechts und links Hängen gehen soll, kann ich mir noch nicht recht vorstellen. Vielleicht kann ich hier jemand auftreiben, die auf der Rolle klöppelt.
      Danke für den Tipp mit Schneeberg! Das sieht sehr sympathisch aus dort, dem werde ich nachgehen! lg, Gabi

      • Fussel

        Die Hülse klemmt den Faden nicht ein. Der Klöppel selbst hat unten keinen Griff, sondern ist ganz dünn und es gibt am unteren Ende nur eine Kugel. Darüber wickelt man den Faden auf, also genau in dem Bereich, wo bei Deinen Klöppeln der Griff ist. Dann schiebt man die Hülse drüber, die unten von der Kugel gestoppt wird und dann den Griff bildet. Google mal nach „Klöppel mit Hülse“, dann siehst Du das.

        • Oje, jetzt bin ich bei der Bildersuche auf Google hängen geblieben… Danke für den Hinweis, jetzt weiß ich, was du meinst und wie solche Hülsenklöppel wirklich aussehen. Und habe so nebenbei recherchiert, wie man das am besten macht, Nadeln am Rand eines Kissens reinzustechen, um die gerade nicht benötigten Klöppel zu halten. lg, Gabi

  • Klöppeln wollt ich IMMER schon mal probieren. Ach, ich muss einfach 150 Jahre alt werden, dann wird das schon noch mit meinen das-lern-ich-auch-noch Sachen.

    • Liebe Eva, man muss es ja nicht alles zur Perfektion treiben. Aber ausprobieren, um überhaupt erst mal herauszufinden, ob das was für eine ist, das kannst du jedenfalls. Jederzeit. Es ist nicht schwer und du musst dir nicht mal groß was kaufen vorher! Suschna schrieb, sie hat das Klöppeln mal auf einem Nackenkissen mit selbst gebastelten Klöppeln aus Bleistiften ausprobiert! Meine Liste der will-ich-lernen-ausprobieren-erfahren-Dinge ist endlos. Aber nach und nach, Schritt für Schritt, Ding für Ding mache ich Sachen, die grad passen. Wenn es dich genügend fasziniert, wirst du es auch ausprobieren. Oder nicht. lg, Gabi

  • Ich hielt Klöppeln auch immer für eine Technik aus vergangener Zeit, bis ich vor kurzem im Klöppelmuseum in Abenberg war. Da habe ich dann erfahren, dass es jedes Jahr Klöppelmessen gibt, mit Hunderten von Teilnehmern. Ich bin immer wieder von den Parallelwelten fasziniert, die sich so auftun, wenn man über sein eigenes kleines Leben hinausschaut. Die traditionellen Klöppelsachen faszinieren wegen der Handwerkskunst, aber völlig hin und weg war ich von den modernen Sachen von Künstlerinnen aus der Schweiz, die letztes Jahr in einer Sonderausstellung gezeigt wurden. Google mal Mireille Finger und http://www.dentelle-jura.ch. Geklöppeltes mit gefilztem verbunden usw., einfach toll. LG Christa

    • Oh, danke! Ein Klöppelmuseum! Das habe ich mir gleich als lohnendes Ausflugsziel abgespeichert. Du hast so Recht: Auch ich finde diese Parallelwelten faszinierend! Welche handwerkliche Technik man sich auch anschaut, überall eröffnen sich neue Materialien (Einkaufen ohne Ende), Techniken und Fachbegriffe. Das liebe ich so sehr am Handarbeiten, es gibt so viel zu entdecken. Ich bin gespannt, wann das Klöppeln als textile Technik verstärkt wiederentdeckt wird.
      Mireille Finger – ich habe gerade fast eine halbe Stunde auf ihrer Pinterest-Seite verbracht – spannende Sachen!
      Erst durch die Kommentare hat es sich in meinem Kopf jetzt quasi analytisch geklärt: Klöppeln ist eine Form des Webens, bei der die Kettfäden nicht fixiert sind, sondern an den Klöppeln hängen und dadurch flexibler sind. Und wenn die Spitze breit ist, braucht man dem entsprechend viele Klöppel, was dann auf Viele überwältigend wirkt. Hah! Erkenntnis des Abends, jetzt kann ich beruhigt schlafen gehen. lg, Gabi

  • Das Klöppeln als Handarbeit stelle ich mir echt interessant vor, das Geräusch, die Präzision und all die Tradition die drin steckt. Und außerdem ist das ja heutzutage so exotisch dass es gut als Hipster-Zitat herhalten kann.
    Deshalb bin ich sehr gespannt wie du das fertige Stück dann in ein fertige Kleidung integrierst, da hätte ich in meinem Alltag wahrscheinlich die größeren Schwierigkeiten als mit Ausführung und Technik…..

    • Liebe Martina, da triffst du wieder mal ganz scharf einen Punkt, der mir gar nicht so klar war: Diese Technik ist präzise. Automatisch, weil man ja nach Brief arbeitet, wo die Stecknadeln an definierten Punkten eingesteckt werden müssen. Wahrscheinlich spricht mich das Klöppeln auch deswegen so an, weil es präzise ist. (Weswegen ich auch Foundation Paper Piecing so gerne mag.) Für die Integration der Borte in die Bluse habe ich eine Vorlage, eine Kaufbluse nämlich, deren dünner Baumwollstoff durch den langen und häufigen Gebrauch (ehemaliges Lieblingsstück) zerbröselt. Das wird gar nicht folkloristisch, du wirst schon sehen. lg, Gabi

  • Gudrun

    Ich denke langsam darüber nach, mich von deinem Blog wieder abzumelden. Lol! Nein, das war nur ein blöder Scherz!
    Du stellst immer so wahnsinnig interessante Sachen ein, die mich ganz kribbelig machen, weil ich das gerne auch mal ausprobieren würde. Und dann folge ich deinen Links und Tipps und tauche frühestens eine Stunde später wieder aus dem Netz auf. Den Kopf voller neuer Anregungen und Ideen und der Gewissheit, dass ich sie doch nicht umgesetzt kriege. Schaffe ich es doch nicht mal, meine Socken fertigzustellen. Von den anderen UFO’s mal ganz zu schweigen.
    Trotzdem, wow, Klöppeln! Finde ich ganz schön spannend und würde das gerne auch mal ausprobieren. Die Schals, die auf einem deiner Blogs zu sehen waren, fand ich schon sehr verführerisch. Ich möchte zwar gar nicht wissen, wie viel Zeit und Mühe darin steckt, aber toll sind sie schon.
    Deine Borte macht einen sehr schönen Eindruck (viel Erfolg und Spaß noch weiterhin damit!) und die Idee mit dem Reiseklöppelkissen finde ich auch gut. Obwohl ich vermutlich immer eher ein Buch oder mein Strickzeug einpacken würde.
    LG Gudrun
    (werde jetzt noch schnell drei vier Runden stricken, nach deinem Blog kann ich nicht ohne eine „Fingerübung“ ins Bett gehen ;-))

    • Na, liebe Gudrun, bist du jetzt auch „angefixt“? Hört sich ganz so an. 😉 Ja, die Schals sehen toll aus – die wurden für einen Wettbewerb angefertigt. So ein Schal dauert mit Sicherheit länger als wenn man ihn strickt oder dafür ist er dünner und feiner. Eigentlich ist das Klöppeln eher mit dem Weben verwandt, nur dass es keine fixen Kett- und Schussfäden gibt, sondern die auch die Rollen tauschen können. Wie ich das mit dem Reiseklöppeln umgesetzt bekomme, muss sich noch weisen. Ich tendiere bislang auch mehr zu Buch oder Strickzeug, und außerdem müsste ich ja erst mal wieder mehr verreisen, um die Handarbeitsprojekte bei Zugfahrten unterbringen zu können… Naja. Jetzt noch eine runde Klöppeln üben und dann ab ins Bett, es ist schon wieder spät. lg, Gabi

  • Liebe Gabi,

    das hast Du Dich ja an ein Thema gewagt. Ich finde es bewundernswert, dass Du Dich da einfach ran traust. Ich glaube mich würde das nervös machen, weil man so sehr aufpassen muss. Ich stell mir vor, wie die Klöppel wegrutschen, ich alles verhedder und dann noch die Katze damit spielen will. Und immerhin hast Du ja Kinder. Wenn die mal zwischendurch stören, ist es mit der Konzentration dahin.
    Ich glaub für mich wär das nix. Daher: Hut ab. Bestimmt findest Du noch eine Lösung für Dein Couch-Problem. Oder Du machst das auf dem Balkon, bei Sonnenschein, dann stimmt wenigstens das drum herum, auch wenn Du nicht so gemütlich sitzt.

    LG Mareike

    • Liebe Mareike, meine Kinder sind schon groß und Katzen habe ich auch keine. So schlimm ist das nicht mit dem Klöppel wegrutschen, auch wenn ich noch nicht verstanden habe, wie die Damen das auf den runden Klöppelkissen machen. Ich glaube, da gibt es seitlich Hilfs-Stecknadeln, über die die Klöppel in Gruppen gehängt werden. (Ich muss mal jemand auftreiben, die das mit der Rolle beherrscht.) Oder ein gutes Video dafür finden. Hast du jemals „Freundschaftsbänder“ geknüpft? Auch wenn man hier keine Knoten macht, so ist doch die Logik von Fäden die von links nach rechts wandern und wieder zurück, sehr ähnlich. Auch die Konzentration finde ich weniger schlimm als bei einem komplizierten Strickmuster, aber anders als beim Stricken kann man nicht gut wegschauen.
      Unser Balkon ist zwei m2 groß und dort scheint leider nie die Sonne… Aber ich werde einen guten Platz finden.
      Ja, ich denke, dass Klöppeln sicher nicht jederfraus Sache ist. Aber ich wollte das schon als Jugendliche lernen und packe jetzt die Gelegenheit beim Schopf! (Dafür zauberst du einen schönen großen Quilt nach dem anderen – Bewunderung.)

  • Kat

    Wie schön Klöppeln zu sehen! Ich klöppele auch – allerdings nur auf meiner grossen Platte, also in der Hinsicht nicht besonders hilfreich. Ich mache es „erst“ seit drei Jahren und ich finde die Lernkurve sehr viel steiler als z.B. beim Stricken – die Prinzipien gehen zwar relativ schnell aber es wirklich zu *verstehen* (was als nächstes wohin muss etc) dauert sehr lange!

    Bei mir gibt es gerade eine Eule in russischer Spitze: https://www.instagram.com/p/BSRrUB5Bl9p/?taken-by=kittybye

    • Schön, dass Du auch klöppelst! Ja, ich hatte auch den Eindruck, dass man gerade für größere, flächigere Werkstücke einiges an Übung bzw. Erfahrung braucht, um zu sehen, wo es wie weitergehen muss, wo man die Klöppel am besten erneut einhängt etc.
      Oh, die Eule ist ja totaaaal hübsch, sogar mehrfarbig! Bin voll der Bewunderung. Was wird da draus? Ein Bild oder wirst du sie irgendwo drauf applizieren? Kleidung? Eine Tasche? lg, Gabi

  • Hallo Gabi,
    ich klöpple auf Rolle und einem flachen Kissen (keine Platten). Das Kissen nehme ich nur für kleine Sachen oder Deckchen. Die Rolle nehme ich lieber. Ist wohl eher Gewohnheit. Die Rolle ist auf einem Ständer, damit kann ich vor dem Laden in der Sonne klöppeln. Unterwegs klöppel ich nicht. 1. Muß man sich konzentrieren und man braucht auch ein bißchen Platz. 2. Wird mir beim Autofahren schlecht, wenn ich lese oder länger nach unten schau‘. In der Zeitschrift „Ornamente“ war mal ein Reiseklöppelkissen abgebildet mit Anleitung. Es war eine kleine Rolle (Durchmesser eher wie halbe Toilettenpapierrolle, Breite auch wie Toilettenpapierrolle. Die Rolle steckte in einer selbstgemachten Schachtel. Der Boden war rechteckig, Breit wie Rolle + etwas Luft, Länge auch wie Rolle + etwas Luft. Der vordere und hintere Teil der Schachtel waren rechteckig. Breit wie Bodenmaß, Länge: So lang, daß man Vorder- und Rückteil oben zusammenfassen kann. Die Seitenteile waren dreieckig, oben etwas von der Spitze weggenommen. Breite wie Breite von der Bodenplatte, Höhe wie Vorderteil. Alles war mit Stoff bezogen. Jetzt wird’s kompliziert: Es wurde noch ein Deckel gemacht. Länge wie Breite des Vorderteils + Luft. Der Deckel muß oben über die zusammengefaßten Teile passen. Die Höhe war verhältnismäßig lang. Etwa 1/3 der Höhe des Vorderteils. Die Seiten wieder dreieckig mit stumpfer Spitze. Als Griff diente ein langes Band. In die dreieckigen Seitenteile des Deckels wurden je 2 parallele Schlitze geschnitten, durch die das Band gezogen wurde, Die Bandenden schauen nach unten und werden auf die Seitenteile der unteren Schachtel genäht. Das Band muß so lang sein, daß man den Deckel rauf und runter schieben kann. Will man klöppeln, schiebt man den Deckel hoch, legt ihn hinter die Rolle und klappt die Teile auseinander. Auf einer geraden Fläche liegen die Teile etwas schräg, wie auf Deiner Konstruktion mit den Büchern. Es ist wohl eher für Kursabende gedacht als für Bahnfahrten. Wie gesagt, ein bißchen Platz braucht man schon.
    Liebe Grüße
    Annelies

    • Danke für die ausführliche Beschreibung der Reise-Klöppelrolle in der Schachtel! Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich alles verstanden habe, aber das Grundprinzip denke ich schon. Ja, etwas Platz braucht man sicher. Ich werde das unterwegs einfach mal ausprobieren und dann berichten. Ich tendiere immer mehr zur kleinen Rolle in meiner Handarbeitstasche. Kleintierstreu (Sägespäne) hätte ich noch zu Hause, und so eine Art kleine Nackenrolle ist schnell genäht und gestopft… lg, Gabi

  • Liebe Gabi,
    Du hast Dich doch nochmals drangewagt! Ich hoffe, Du bekommst Die Spitze so hin, wie Du möchtest – und vielleicht ist da das kleine Kissen der Motivator dafür.
    Ich bin allerdings nie in dieses meisterliche Können hineingekommen, so dass ich es für unterwegs mitgenommen hätte. Ich saß immer hochkonzentriert vor meiner Rolle und musste auch immer viel spickeln, wie das geht. Und wehe, ich habe mehrere Tage ausgesetzt….
    Allerdings hat mich Dein Beitrag so motiviert, dass ich heute auf dem Dachboden meine Klöppelkiste hervorgeholt habe (die Klöppelrolle habe ich noch nicht gefunden) und die Bücher durchgeblättert habe. Vielleicht setze ich mich auch nochmals dran! Denn ich mag Klöppelspitze unheimlich gerne!
    Liebe Grüße
    Ines

  • Bei Klöppeln fällt mir eine frühere Nachbarin von gegenüber ein, die ich oft klöppelnd an ihrem Fenster habe sitzen sehen. Du beschreibst das wunderbar ausführlich, man könnte sofort anfangen. Deine geklöppelte Borte wollen wir natürlich unbedingt sehen, wenn sie fertig ist und als besonderes Element an einem Kleidungsstück kann ich mir das sehr gut vorstellen.
    LG
    Siebensachen

    • Liebe Siebensachen, die geklöppelte Borte werdet ihr auch unbedingt sehen, wenn die Bluse fertig ist! Ich habe da eine Lieblingsbluse, deren Stoff vom Alter so porös geworden ist, dass die dünne Baumwolle an mehreren Stellen eingerissen ist – beyond repair. Die möchte ich mehr oder weniger nacharbeiten. Vielleicht ein bisschen aufwändig, aber ich hab ja sonst keine Hobbies. 😉 lg, Gabi

  • Wie komme ich jetzt auf das Lied von Fredl Fesl „Die ersten 10 Meter“ … auch Du wirst Deine ersten 10 Meter schaffen und die für Dich optimale Ausrüstung finden. Ich kannte bisher nur die feste Rolle als Unterlage.
    Klöppeln ist für mich weit mehr als zu bewahrende Handwerkskunst, ich habe schon außergewöhnliche moderne Stücke gesehen. In der VHS Suhl gibt es Kurse, die in der Vorweihnachtszeit sehr gut besucht sind.
    Ich glaube, Klöppeln mit ungewöhnlichen Farben führt schon weg von Vorurteilen.
    Als Elemente von Kleidung kann ich mir Klöppelspitze sehr gut für Reverse-Applikationen vorstellen. Mit Sonnenspitze habe ich vor Jahren Blusen gesehen. Ich beschleunige ein ähnliches Vorhaben und verwende Spitzendeckchen vom Flohmarkt als Applikation mit Durchblick/Lüftung.
    LG Ute

    • Ja, deine Spitzendeckchen-Wiederverwertung habe ich schon mehrmals bewundert, und Reverse-Applikation mit Spitzen: Eine sehr spannende Idee! Das könnte man wirklich mal verfolgen… lg, Gabi

  • Es gibt so tolle Klöppeldinge und festivals, dass man staunt, was da so möglich ist. Also hausbacken muß diese Technik gar nicht sein. Die Idee für unterwegs finde ich sehr Klasse.
    ich habe mal mit Edelstahl in einem Kurs geklöppelt für Schmuck. Ohrringe. Das ist schon eine sehr eigene Technik und ich finde toll, wenn sie erhalten bleibt.
    Viele grüße Karen

    • Nein, ich kenne auch einige Damen, die sehr künstlerische Entwürfe mit Klöppeln arbeiten. Aber ich kenne wenig dazwischen: Entweder Uromi oder sehr künstlerisch-extravagant. Eine Ausnahme waren geklöppelte Schaltücher, die tatsächlich für den alltäglichen Gebrauch gedacht waren. Aber ich glaube, wenn ich einen Schal/Tuch brauche, dann würde ich selber den auch eher als Lace-Tuch stricken und nicht klöppeln. Oder wer weiß… Mit Klöppeln sind einfach ganz andere Farbverläufe und auch Musterungen möglich, das kann als Gewebe schon sehr spannend sein. lg, Gabi

  • Du hast mich schon mehrmals mit Klöppeln angefixt. Ich habe mir das erste Mal so wirklich Gedanken dadrüber in Finnland, in Turku-Freilandmuseum gemacht, als ich einer geübten Dame dabei auf die Finger schauen durfte. Ich war total fasziniert und habe sie lauter Löcher in den Bauch gefragt. Ein Jahr später habe ich in Brügge ganz viel raffinierte Spitze entdeckt und überlege seitdem, wie ich mir diese tolle Technik am besten aneignen kann. Warum war der Kurs nichts für dich?
    Mein Traum wäre ja eine selbstgeklöppelte Spitzenpase an meinem Hochzeitskleid nächsten Sommer…aber die müsste ziemlich breit sein und naja, gerade glaube ich, dass das ganz schön unrealistisch ist. Was denkst du?
    Falls ich in den nächsten Jahren doch tatsächlich mit Klöppeln anfangen sollte, werde ich dein Klöppelkissen nachbauen, das schaut tatsächlich praktisch aus – bin auf deine längere Erfahrung in ein paar Monaten gespannt.

    Danke fürs Zeigen,
    liebe Grüße,
    Maria

    • Oh, du warst in Brügge!? Da möchte ich auch einmal hin, die Spitze dort muss ja der Wahnsinn sein.
      Der Kurs war nichts für mich, weil ich mein eigenes Tempo beim Lernen brauche und es mir hauptsächlich drum geht, dass ich die Grundlagen, das „Vokabular“ der einzelnen Schläge lerne und damit dann selbständig variieren kann. Und das in relativ kurzer Zeit. Der Kurs war mir zu langwierig, auch wenn es eine nette Gruppe älterer Damen und eine feine Runde war.
      Ich denke: Wenn Du Dir eine Passe klöppeln möchtest, dann wirst du das auch in der Zeit schaffen. Du solltest nur relativ bald mit Üben anfangen und schauen, ob es dir überhaupt liegt. Ob mein kleines Kissen praktisch ist, wird sich zeigen. Jedenfalls habe ich jetzt eine Ausrede weniger, warum ich mit der Borte nicht weiterkomme. 😉 lg, Gabi

  • Suschna

    Toll, die Idee mit dem Reiseklöppelkissen, was für ein cooles Wort. Sollte ich jemals eine Frau in einem Zug klöppeln sehen, werde ich vor Freude einen innerlichen Luftsprung machen (aber keine Bemerkung, denn man will ja nicht stören).
    Leider kann ich dir zu gar nichts raten, ich habe mir das Grundprinzip nur einmal mit Klöppeln aus Bleistiften auf einer Nackenrolle beigebracht. Für mich müssten es auch unkonventionellere Dinge und grafischere Muster sein als das, was bisher traditionell hergestellt wird. Im Erzgebirge hatte ich auch eine Klöppelschule gefunden, wo eine Frau mit moderneren Vorstellungen unterrichtete – aber das war dann auch nicht ganz günstig. Viel Erfolg, bin gespannt!

    • Also ganz ehrlich weiß ich noch nicht, ob ich die Klöppelei wirklich im Zug oder im Wartezimmer beim Arzt auspacken werde. Wenn ich’s mir Recht überlege, dann brauche ich beim Klöppeln schon noch viel Konzentration. Die Grazer Klöppelszene ist recht aktiv; bei einem jährlichen „Spitzentag“ (hier habe ich letztes Jahr darüber berichtet), wurden eher traditionelle Muster vorwiegend als Deckchen einerseits, und freie künstlerische, häufig asymmetrische Entwürfe andererseits gezeigt, aber wenig was für mich alltagstauglich wäre. Bis auf einen Wettbewerb: feine Schals geklöppelt aus Baumwoll- und Seidengarnen. Das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Allerdings denke ich, dass die meisten Frauen weiterhin Häkeln oder Stricken für die Produktion so großer Flächen bevorzugen werden… lg, Gabi

  • Oh wie schön, es gibt noch Menschen die klöppeln können – meine Uroma hat wirklich immer geklöppelt in meiner Erinnerung, während sie mir Geschichten von früher erzählt hat. Meine Patentante kann es auch und ich habe es dort mal probiert, aber es ist nicht meins. Ich erinner mich daran, dass die Uroma für Unterwegs immer so eine Rolle hatte (wie eine Nackenrolle in fest), dann saß sie auf der Couch, die Beine angewinkelt und das Ding lag zwischen ihren Beinen. Darauf war das Klöppelwerk (da gingen dann nur kleinere Sachen) gepinnt. Die Klöppel wurden mit einem Holzding, das aussah wie eine große Spange zusammengehalten (also nebeneinander gelegt und dann zusammengeklickt … so wie heute so ein Tütenclip nur in größer) – die gab es in verschiedenen Längen. das kam dann in ein Säckchen hochkant rein, oben zugezogen und gut. Hm, ich weiß nicht ob dir das weiterhilft, aber vielleicht gibt es neue Ideen. Liebe Grüße und viel Freude damit Ingrid

    • Liebe Ingrid, doch, das hilft sehr! Ich denke fast, dass eine Rolle wirklich besser wäre, aber jetzt hab ich halt mal das hier gebastelt und probier das aus. Ich habe auch noch keine gute Anleitung gefunden, wie man die Klöppel auf der Rolle organisiert; am Brett kann ich sie ja prinzipiell einfach hinlegen und sie bleiben da. Wenn ich mir so Rollen-Klöpplerinnen-Videos anschaue, dann schlackere ich mit den Ohren: Die haben da häufig mehr als zwei Paar Klöppel in der Hand und schupfen die von links nach rechts und umgekehrt, dass es eine Freude ist! Da merkt man die oft jahrzehntelange Übung, bei mir geht es eher noch seeeehr langsam. Aber es wird.
      Zum Fixieren der Klöppel beim Transport hab ich bei den Frauen im Kurs die unterschiedlichsten Methoden gesehen: grob gehäkelte Schnüre oder Knopfgummi, wo in jedes Loch ein Klöppel reinkommt; zwei Spatel mit einem Scharnier dazwischen (also so ähnlich wie du das beschreibst mit den Clips); eine Art grob gezahntes Stück Holz, ähnlich wie ein sehr grober Kamm…

  • Wow. Das wollte ich auch schon mal probieren. Leider gibts bei uns auf dem Land keine so spezifischen VHS-Kurse, so dass man sich nicht gleich das Material anschaffen müsste.
    LG und Danke fürs Zeigen,
    Martina

    • Hallo Martina, das war eh kein VHS-Kurs sondern einer von einer Dame vom österr. Klöppel-Verein. Zumindest in Österreich kann man sich bei genügend großem Interesse regional relativ einfach einen Kurs mit einer der Instruktorinnen organisieren – in einer Stadt zu wohnen ist da kein Kriterium. Ich hatte mir aber das Kissen vorab schon selbst bestellt, weil ich’s mir endlich selbst beibringen wollte, und bin erst anschließend zufällig auf den Kurs gestoßen. Ich würde jetzt gerne eine Video-Serie empfehlen, in der die Technik gut und vielleicht sogar noch auf Deutsch erklärt wird – kenne aber selbst noch keine. Aber prinzipiell kann man sich – wenn man das wirklich möchte – das Klöppeln auch selbst beibringen, Ines von Nähzimmerplaudereien zum Beispiel hat das gemacht. lg, Gabi

      • Ich habe mir das Klöppeln mit dem Buch „Klöppel-Kurs – für Selbststudium und Unterricht“ von Ulrike Löhr selbst beigebracht, bin aber über die normalen Anfängerkenntnisse nicht hinausgekommen – dieses gibt es noch zu kaufen . Ich wollte damals Motive klöppeln, das habe ich hinbekommen – und seither habe ich nie mehr die Klöppel in die Hand genommen… Schön fand ich das Buch „knypplade Bilder – schwedische Klöppelbilder“ oder auch „Dekorative Klöppelbider“ – aber die wird es wohl nirgends mehr geben.
        LG Ines

        • Ja, das Buch von Frau Löhr habe ich auch, darin werden hauptsächlich Deckchen gearbeitet. Ich mag aber ein anderes Buch lieber, „Klöppeln – Eine alte Handarbeit neu belebt“ von Katharina Egger, die für meinen Geschmack die Grundlagen systematischer aufbereitet und hauptsächlich Klöppelbriefe für Bänder und Borten beinhaltet – das ist einfach mehr mein Geschmack. Deine Motive hab ich ja in deinem Nähzimmer bewundern dürfen – die sind wirklich sehr schön geworden! Ich brauche immer ein konkretes Projekt, ein praktisches Ziel, egal ob beim Nähen, Stricken, Häkeln, oder jetzt eben auch Klöppeln. So einfach vor mich hin nur des Zeitvertreibes wegen werde ich mit ziemlicher Sicherheit nie klöppeln. lg, Gabi

  • Hallo Gabi!

    Also das ist eine Technik, die ich tatsächlich noch nicht ausprobiert habe. Sieht für mich unheimlich kompliziert aus und ich glaube, man muss auch wirklich sehr gut aufpassen, dass alles an der richtigen Stelle landet. Stelle ich mir zumindest so vor.

    Ich bin mehr die „nebenbei-Strickerin“ es muss einfach gehen, ohne kompliziertes hinschauen. Daher stricke ich viel lieber als zu häkeln, weil da muss ich immer so genau schauen, wo ich einsteche.

    Viel Freude mit Deinem Reiseklöppelkissen und vor allem viel Freude beim weiteren Experimentieren!

    lg
    Maria

    • Liebe Maria, beim Stricken brauche ich Abwechslung: manchmal mag ich ganz einfache Muster ohne Nachdenken gern, und manchmal darf’s auch ein komplizierteres Muster sein. Beim Klöppeln muss man definitiv immer hinschauen, dafür hat man das Muster direkt vor der Nase, unter der Klöppelei, und braucht nicht immer in eine Anleitung schauen. Aber so richtig entspannend oder meditativ finde ich das Klöppeln noch nicht, dazu fehlt mir noch die Übung. Mal schauen wie das dann nach meinen ersten 10 Metern Klöppelspitzen-Band ist. 🙂 lg, Gabi

  • Meine Hochachtung für deine Experimente!!! Klöppeln habe ich noch nie probiert – aber einmal ausprobieren würde mich schon reizen… nur um mal zu sehen ob es wirklich soooo schwierig, langweilig ist, ewig dauert und sonstige Horrorvorstellungen sich bewahrheiten. Die Ergebnisse gefallen mir auf jeden Fall, weil sie so schön zart sind – zumindest die ich bis jetzt gesehen habe.
    LG Karin

    • Liebe Karin, wie bei jeder Technik (Stricken, Häkeln,…) sind die Ergebnisse am Anfang nicht so gleichmäßig und schön, aber die grundlegende Grundtechnik ist eigentlich ganz einfach: Fäden verkreuzen. Sogar meine Tochter hat das mit damals 6 Jahren ganz schnell verstanden und konnte ein kleines Bändchen klöppeln. Schwierig wird es für mich vor allem beim Interpretieren der Klöppelbriefe, wenn ich an welche gerate, wo nicht ganz genau beschrieben ist wo anfangen, wie weitergehen, wo anstückeln… Das ist aber vor allem bei großen, flächigen Stücken wie Tischdecken der Fall, und die haben mich eigentlich noch nie interessiert. Hast du jemals Freundschaftsbänder mit komplizierten farbigen Mustern geknüpft (in den 80ern)? Beim Klöppeln werden zwar keine Knoten gemacht, aber ein bisschen ähnlich ist das schon. Vielleicht kommst mal bei mir vorbei und ich gebe Dir eine kleine Einführung 😉 lg, Gabi

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