Monats-Motto-Tausch: Lunchbag

Meeres-Szene und Erdbeere

Ich habe einen höllischen Spaß dabei, kreative Überschriften für die Monats-Motto-Täusche zu erfinden, schon bemerkt? „Pünktchen und Pinguin„, „Die Maus und der Hase„, „ge-wollt und ge-blättert„, „Seepferdchen und Sechsecke„… Und heute wieder viele „E“ in „Meeres-Szene und Erdbeere“ 🙂

Im Mai war „Lunchbag“ das Thema für den Monats-Motto-Tausch, den Nine und Marietta organisieren. Von Anja habe ich einen maritimen Lunchbag erhalten, und an Carla einen erdbeerigen verschickt.

Mit Leuchtturm und Anker

Von Anja Freizeitparadies aus Berlin habe ich einen tollen Lunchbag aus Leuchtturm-Baumwollstoff und Anker-Wachstuch erhalten. Das Warten hat sich sowas von gelohnt!

Lunchbag_Meer_allesOffensichtlich hat sie ein bisschen beim mir am Blog gestöbert, ich hab ja schon ein-, zweimal was von meiner Leidenschaft fürs Meer und fürs Segeln erzählt… (zum Beispiel hier oder hier oder hier). Und auch meine Vorliebe für gute Schokolade hat Anja super erkannt: Eine Riesenschachtel köstlicher belgischer Pralinen hat sie für mich mit eingepackt. (Die muss ich erst mal gut verstecken, damit nur ich sie finde, und nicht die Familie… Obwohl: Will ich diese ganzen Pfunde wirklich allein auf meine Hüften laden? 😉 )

Lunchbag_MeerDer Lunchbag ist oben mit vielen Cam Snaps zu schließen. Außen schön griffig durch die Baumwolle und insgesamt flexibler als der, den ich genäht habe. Diesen Lunchbag hier kann man sicher sehr klein zusammenfalten, wenn er nicht gefüllt ist. Der gefällt mir sehr gut. Danke, liebe Anja!

Erdbeerzeit

Mein Lunchbag ging nach Dresden zu Carla, die ein großer Fan von Applikationen ist. So groß, dass sie auf ihrem Blog sogar Gastgeberin einer eigenen Applikationen-Linkparty ist! Also klar: Es musste etwas Appliziertes werden!

Aber als ich die Liste ihrer Vorlieben las, war ich zunächst ein bisschen ratlos. Pilze und Zwerge? Und Tüddelkram ist gut? Auwei, dazu fiel mir erstmal gar nichts ein. Dann waren wir auf Urlaub, dann gab’s Prüfungen, dann war ich schon spät dran… Beim zweiten Mal Durchlesen der Liste fiel mir aber „Erdbeeren“ ins Auge. Bingo! Erdbeeren mag ich, zu Erdbeeren habe ich alte Sammlerin schon einige Ideen gesammelt, jetzt ist gerade Erdbeerzeit: Erdbeeren mussten es werden!

Frische Erdbeeren als Zugabe hätten den Transport wahrscheinlich nicht überlebt, aber zu Carlas Glück 😉 waren wir gerade ein paar Tage zuvor zu Besuch in Zotters Schokolademanufaktur in die Südsteiermark gefahren. Seine Erdbeer-Frucht“schokolade“ ist ein Traum (finde ich zumindest), die Essenz des Erdbeergeschmacks, bio und fair, und zusammen mit einer passenden Postkarte ergab das ein rundes Gesamtpaket.

Lunchbag_3 Mal ErdbeerIch habe Carla verständigt, dass ich ein bisschen zu spät dran sein würde, aber das Paket hat es dann doch noch gerade rechtzeitig im Mai zu ihr geschafft. Und aus unseren Mails weiß ich, dass ich Carlas Geschmack wirklich sehr gut getroffen habe. Das freut mich!

Die erst kürzlich erschienene Anleitung für einen Lunchbag von Pattydoo (ein Freebie in zwei Größen) mit bewährt detailliertem und nachvollziehbarem Video hatte ich auf Pinterest gefunden. Ich habe daher diesmal die einzelnen Arbeitsschritte nicht fotografiert – besser als Pattydoo kann ich das hier auch nicht erklären. Die Anleitung war einwandfrei, ich habe diesmal auch nichts abändern müssen, sondern die Vorgabe eins zu eins nachgearbeitet.

Carla hatte mir geschrieben, dass sie als bekennende Plastikdosen-Nutzerin den Lunchbeutel wahrscheinlich umfunktionieren würde. Wie gut, dass Pattydoo sogar explizit schreibt, der Lunchbag könne zum Beispiel auch für nasses Badezeug verwendet werden! Deshalb habe ich gleich die größere der beiden Varianten genäht.

Lunchbag_offenDen Klettverschluss auf diese Art anzunähen finde ich sehr praktisch, weil man die Tasche so – je nach Füllungsgrad – ganz unterschiedlich weit zusammenrollen kann. Bin gespannt wie Carla das sieht, und ob sich das in der Praxis bewährt?

Für den größeren Lunchbag braucht man ein Stück Stoff mit 80 cm Länge und 30 cm Breite. Da die verwendete Jeanshose so ein großes Stück nicht in einem Stück hergab, habe ich nicht im Stoffbruch zugeschnitten sondern zwei Teile mit 41 cm in der Mitte des späteren Bodens mit 1 cm Nahtzugabe zusammengesteppt. Das fällt gar nicht auf, sondern geht sehr gut so.

Lunchbag_innenMeine Nähmaschine hat bei den vielen Lagen, die an manchen Stellen zusammenkamen, trotz Jeansnadel leider doch ein bisschen gezickt und immer wieder Stiche ausgelassen. Merke: Das nächste Mal nähe ich so einen Lunchbeutel mit einem dünneren Stoff außen. Denn durch das Wachstuch innen hat der Lunchbag eh einen guten Stand. Eigentlich könnte man den äußeren Stoff sogar noch patchworken oder Ähnliches, fällt mir gerade ein. Da gäbe es sicher noch sehr viele hübsche Möglichkeiten.

Lunchbag_ZoomZoomDie Applikation habe ich mit Vliesofix aufgebügelt, mit Stoffmalfarbe betupft (beplottet wäre eine andere Möglichkeit gewesen, oder bestickt) und abschließend noch rundherum mit ein paar Stickstichen verziert und zusätzlich befestigt. Der ganze Lunchbag ist durch Jeans und Wachstuch ziemlich schwer geworden. Aber ich denke, in der Badetasche macht er sich ganz gut, was meint ihr?

Das ist drin

  • eine alte Jeans
  • ein Rest rotes Wachstuch mit Sternen (schon mal verwendet für Täschchen Una), gekauft bei Happy Home
  • Stoffreste in Rot und Grün
  • ein roter Klettverschluss gekauft bei Monika Tommy und Lilly
  • etwas weiße, deckende Stofffarbe
  • gratis Anleitung Lunchbag von Pattydoo, gefunden auf Pinterest

Ich liebe diese Wichtelaktion! Es ist so schön, ein Mal im Monat ein Geschenk im Postkasten zu finden. Bei Nine und Marietta findet man, was die anderen Mädels im Mai fabriziert haben!

Im Juni lautet das Thema „Nadelkissen/Nadelbrief“, auf das freue ich mich schon sehr, weil ich in letzter Zeit schon einige Ideen zu dem Thema zusammengetragen habe. Jetzt bleibt mir quasi die Qual der Wahl, welche Modell es werden soll. Am besten wahrscheinlich das, das auch am besten zu Marietta passt, die’s von mir bekommen wird. 😉

So, und wann kommt jetzt endlich der Sommer? Den hätte ich eigentlich schon vor längerer Zeit bestellt. Damit die Erdbeeren im Garten reif werden!

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14 comments

  • super! das ist eins der ersten lunchbags, die das wachstuch innen haben. habe den sinn andersherum ja noch nie verstanden. vor allem der upcycling-look gefällt mir super!
    jetzt werd ich mich mal ein bisserl umschaun bei dir!
    Bussi andrea

    • Coool, wie schön, dass Du vorbeischaust, liebe Andrea! Ich hatte mich ehrlich gesagt vorher nie mit Lunchbags beschäftigt, und die Anleitung von Pattydoo, die mir gleich als erste gefallen hat, gibt das so vor wie hier. Wachstuch außen schiene mir aber auch eher komisch, vor allem falls dann innen keine wasserabweisende Beschichtung sein sollte. Aber wenn ich mir vorstelle, ich packe ein Jausenbrot ein oder Obst, dann möchte ich das ja innen reinigen können. Liebe Grüße, Gabi

  • Entzückend ohne kitschig zu sein. Einfach süß, aber nicht zu viel. Prima!

  • Hallo Gabi,
    so eine tolle Lunchbag. Würde ich auch genau so nehmen. Da hast du dir richtig Gedanken gemacht, was Carla gefallen könnte.
    Drücke dir die Daumen, dass du auch bald Post bekommst und freue mich jetzt schon auf die Post von dir. 🙂
    Lieben Gruß
    Marietta

    • 🙂 Danke, liebe Marietta. Keine Sorge: Ich bin schon dabei, mir Gedanken darüber zu machen, welches Nadelkissen Dir gefallen könnte. 😉 Hoffentlich liege ich auch beim nächsten Mal wieder richtig. Herzliche Grüße, Gabi

  • Das ist echt ne coole Lunchbag-Badesachen-Erdbeertasche geworden. Gefällt mir sehr!
    Die Idee Jeansstoff als Außenstoff zu nehmen finde ich gut, auch wenn’s dadurch etwas steif wird. So wären aber die „Fressalien“ dadurch aber vielleicht sogar besser geschützt.
    Ich bin ja (zugegeben) auch ein Brotzeitdosenverfechter. Aber für den nassen Badeanzug muss ich mir glaub ich auch sowas nähen.
    Liebe Grüße
    Charlie

    • Hi Charlie, schön, dass sie auch Dir gefällt! Ja, zum Essen-Beschützen ist es so wahrscheinlich ganz gut, aber dann bräuchte der Beutel vielleicht eher sogar noch einen Henkel, damit man ihn separat tragen kann. Drinnen in einer anderen Tasche kommt er schon recht voluminös daher. Ich empfehle lieber einen dünneren Baumwollstoff für außen zu verwenden! „Brotzeit“ bei Dir, „Vesper“ am Bodensee, hier bei uns eher „Jause“. Rate mal, wie meine Münchner Freunde gelacht haben (schallend nämlich), als ich mal bei einer Wanderung mein „Jausensackerl“ aus dem Rucksack geholt habe. Bei ihnen hieß das natürlich „Brotzeittüte“. (Was wiederum in meinen Ohren ganz schräg klingt.) So kann man sich – freundschaftlich nett – ganz schön gegenseitig über die sprachlichen Gewohnheiten amüsieren. Oder wir bleiben einfach beim neu-deutschen der/die/das (?) Lunchbag? Liebste Grüße, Gabi

      • Wie wäre es mit Lunchsackerl oder Brotzeitbag? 😛

        • Ach du meine Güte! Wie geht hier jetzt schnell auf meiner Tastatur ein Smiley, das Tränen lacht? *es folgt ein lautes, schallendes Lachen mit ein paar zerdrückten Lachtränchen* Made my day. Gute Nacht und schlaf gut! (Wir kommen gerade von einem Chor-Konzert des Sohnes nach Hause, es war wieder einmal fa-bel-haft!)

  • Oh, wie schön!! Die Erdbeere ist ja so entzückend und passt so gut auf den Jeansstoff!! Was für ein hübsches Exemplar, damit würde ich auch gerne meine Mittagspause versüßen 🙂

    Ganz lieben Gruß!
    Susanna

  • Guten Morgen liebe Gabi,
    schade, dass Dein Lunchbag noch nicht da ist. Hab nochmal lieben Dank für Deinen tollen Lunchbag!
    Drück Dich, Carla

    • Ja, ich hoffe wirklich, meiner trudelt bald ein. Ich wollte aber mit dem Blogpost nicht noch länger warten, es warten schon andere Beiträge auf ihren Auftritt! Wie gesagt: Ich freu mich sehr, dass ich Deinen Geschmack getroffen habe! (Auch wörtlich – mit der Schokolade!) Und schön, dass Du das so zu schätzen weißt. Hab noch einen schönen Tag! Liebe Grüße, Gabi

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