Knit-along 2015: Die Maus

Hier kommt die Maus!

Uiuiui. Jetzt hat’s aber ein bisschen lange gedauert, bis ich mit der Strickdecke weitergekommen bin. Eigentlich kein Wunder, bei der ausgiebigen Beschäftigung mit UFOs, Pullover-Polster, Puppengewand und Osterdeko. Aber jetzt geht’s weiter!

Die Geschichte

Die Sendung mit der Maus hab ich schon als Kind geliebt. Und dann mit meinen Kindern entdeckt, dass die Sendung noch immer existiert – seit mittlerweile 44 Jahren! Die Tochter höre ich fast jeden Tag einmal seufzen, mit Klimper-Wimpern und Schmelz in der Stimme: „Maamaa? Ich hab heute noch gar nicht Maus geschaut!“ Was bedeutet, dass es die Sendung mit der Maus auch im Internet gibt, und seit Beginn des Jahres sogar eine Maus-App für mobile Geräte.

Die Tochter darf „die Maus“ gerne schauen. Es soll ja auch für Kinder ganz besonders super sein, wenn sie sich Dinge häufig wiederholt anschauen können. So kann ich mir ihren Medienkonsum pädagogisch schönreden. 😉

Aber ganz im Ernst: Ich finde sowohl die Lach- als auch die Sachgeschichten auch selbst einfach super. Sonntags am späten Vormittag sitzt die Familie geschlossen für die neue Maus-Sendung vorm Fernseher – obwohl wir den sonst wirklich nur gaaanz ganz ganz selten einschalten. Und ich liebe das Grundkonzept der Sendung mit der Maus: Komplizierte Dinge und Sachverhalte so erklären, dass sie für Kinder (und für Erwachsene) verständlich werden, zeigen wie Sachen hergestellt werden, und das alles nicht mit erhobenem Zeigefinger sondern mit einer gehörigen Portion Selbstironie, viel Neugier und sehr viel Spaß. Bei den Machern der Maus habe ich das ganz starke Gefühl, dass sie ihren Job lieben, und das merkt man. (Ich finde nur ein bisschen schade, dass es immer noch keine Frau im fixen Team der Maus-Sendung gibt.)

Jedenfalls: Ich habe die Titelmusik der Sendung mit der Maus als Handy-Klingelton, wir besitzen Maus-Kühlschrankmagneten, Maus-Kochbücher, haben eine Hampel-Maus gebastelt, ein Maus-Plakat im Mädchenzimmer an die Wand gehängt und sogar eine Nachttischlampe in Mausform erworben. In fast jedem unserer Räum ist die Maus präsent, und in Gedanken sowieso: Klar, dass sie auf die Strickdecke muss!

Das Muster

Das Strickmuster ist so entstanden: In Word habe ich eine Tabelle 45 Maschen x 57 Reihen eingefügt und die Tabelle dann so gestaucht, dass sie ein Rechteck in der späteren Größe des Strickstücks bildet (ca. 21 cm breit und 20 cm hoch). Die Tabelle auf einer Overheadfolie ausgedruckt ergibt das benötigte Raster. Dann habe ich ein Bild der Maus vergrößert, ausgedruckt und unter das Raster gelegt. Danach die jetzt im Raster sichtbaren Kästchen in das Programm IntwinedStudio übertragen (es geht aber auch einfach mit Excel, siehe dazu meinen Strickmuster-Programm-Test). Die feinen Linien für Augen und Barthaare habe ich schließlich noch per Hand auf den Ausdruck der Strickschrift übertragen, das ging im Programm nicht so gut.

Ich habe die Maus gleich dreifarbig gestrickt: braun und orange abwechselnd für den Körper und grau für den Hintergrund. Den gerade nicht gebrauchten Faden (orange bzw. braun) habe ich dabei einfach mitgeführt, der verschwindet zwischen den beiden Lagen, der Vorder- und Rückseite im Doubleface. Die weißen und schwarzen Akzente habe ich dann nachträglich mit Maschenstich aufgestickt.

Muster: Die Maus von mir 🙂
Wolle: Diesmal alle von Lana Grossa: Merino Big Superfein in Orange (Farbe 922), Superlana in Dunkelbraun (Farbe 8) und Cool Wool Big Melange in Grau (Farbe 616). –> Das muss nicht so sein! Ich habe aus dem Wollregal im Geschäft einfach Farben ausgesucht, die gut für die Maus passen, in Garnstärken, die halbwegs zusammenpassen. So mach ich das immer.
Stricknadeln: Stärke 4

Als nächstes kommen: Elefant, Ente und der rosa Hase aus der Sendung mit dem Elefanten!

Falls jemand das Muster nachstrickt, -häkelt, -stickt, -bastelt… freue ich mich über eine Verlinkung zu Eurem Blogpost hier unten in den Kommentaren!

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